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Im Folgenden gehen wir etwas nÀher auf die Anwendungsbereiche von kreativen Prozessen, sowie auf ein weiteres Kreativ-Modell ein. Dann hast du einen groben Rundum-Blick erworben, mit dem du deine KreativitÀts-Kompetenz im SelbsteinschÀtzungsbogen testen kannst.

Kreative DomĂ€nen – Anwendungsbereiche

KreativitĂ€t kann auf verschiedene Prozesse ausgerichtet sein, z.B. fĂŒr eine Person oder eine Gruppe. Der kreative Prozess kann rational, oder auch kĂŒnstlerisch-verspielt sein.

Je nachdem sieht die Form des kreativen Prozesses dann natĂŒrlich anders aus.

  • Gestaltung des eigenen Lebens im Alltag (Zimmereinrichtung, Mode, Webseite, Social Media, Hobbies, Geschenke)
  • Werke & Produkte ausgestalten, sodass sie sich in das soziale System sinnvoll einfĂŒgen (sinnvoll, Ă€sthetisch, funktional, inspirierend, praktisch…)
  • Interaktionen & Events (Geburtstagsfeier, Partys, Klassentreffen, Workshops, Zaubershow)
  • in einem vertrauten professionellen Gebiet (z.B. Grafikdesign, Marketing, Produktentwicklung, Lehren & Wissen vermitteln)
  • in einem unbekannten professionellen Gebiet (Innovationen, Übernahme eines komplexen Projektes, Erfinden von neuen Dingen…)
  • eigenes Lebenswerk finden, erfinden, entwickeln
  • einen Sinn fĂŒr die Gesellschaft & Welt erfĂŒllen, durch ehrenamtliche Arbeit, Aufbau einer NGO, politisches Engagement etc.

Die 4 P’s von KreativitĂ€t

1961 wurde des 4P Modell von Mel Rhodes eingefĂŒhrt. Er beschreibt vier verschiedene Arten KreativitĂ€t zu betrachten –das Produkt, den Prozess, die Person und das Umfeld (englisch Press).

  1. Das kreative Produkt beschreibt er als etwas das sowohl neu als auch nĂŒtzlich ist.
  2. Der kreative Prozess ist eine Abfolge von Gedanken und Handlungen, durch welche die Produktion eines originellen(neu) und wertvollen(nĂŒtzlich) Werks umfasst. Es gibt viele Theorien, die davon ausgehen, dass der kreative Prozess mehrere Stufen umfasst, indem sie Schritt-fĂŒr-Schritt-Modelle verwenden (Beispiele: 4-stages of the creative process von Wallas, 1926 oder 7-stages of the creative process von Osborn, 1953). Die Modelle unterscheiden sich in der AusfĂŒhrlichkeit und den Bezeichnungen der Stufen, sind sich aber insgesamt sehr Ă€hnlich.
  3. Die kreative Person wird hĂ€ufig mit Persönlichkeitsmerkmalen in Verbindung gebracht z.B. sagt man eine kreative Person sei kĂŒnstlerisch begabt i.S.V. musikalisch und sie kann gut malen/zeichnen. Genau betrachtet verbirgt sich hinter einem kreativen Individuum aber mehr als dieser Stereotyp. Oftmals verfĂŒgen kreative Menschen ĂŒber gegensĂ€tzliche Persönlichkeitsmerkmale, d.h. ein kreativer Mensch ist sowohl klug als auch naiv, verspielt und diszipliniert, energiegeladen und mĂŒde, phantasievoll und realistisch, extrovertiert und introvertiert, weiblich und mĂ€nnlich, rebellisch und konservativ, demĂŒtig vor Leistung und stolz auf Erreichtes, leidenschaftlich und objektiv in Bezug auf die eigene Arbeit, und seine Offenheit und SensibilitĂ€t setzt ihn Schmerz und Freude aus.
  4. Das letzte der 4’Ps ist das Umfeld (eng. Press). Es beschreibt externe Faktoren, die den Prozess und die Person beeinflussen. Diese Umweltfaktoren können entweder hinderlich oder förderlich fĂŒr die KreativitĂ€t sein.

Es gibt viele weitere Modelle die versuchen KreativitĂ€t wissenschaftlich zu erklĂ€ren. Viele Ă€hneln sich in einzelnen Punkten oder versuchen Teilaspekte eines grĂ¶ĂŸeren Modells zu konkretisieren.