Organisationsentwicklung in der Schule – 6 Erfolgsfaktoren

Jedes Unternehmen muss sich stetig weiterentwickeln, um auf dem Markt dauerhaft bestehen zu können und sich gegen die interne Marktkonkurrenz durchzusetzen. Doch spielt auch Organisationsentwicklung in der Schule eine Rolle?

Häufiges Vorurteil: Wie gut hat es die Schulleitung und die Lehrenden, welche lediglich den normalen Unterricht regeln müssen! Diese Annahme ist völlig überholt stimmt wenig mit der Realität überein. Eine Schule wird heuzutage eher wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt und muss sich ebenso gegen die Konkurrenz in der Stadt durchsetzen. Jede Schule hat ein Programm, eine Strategie und versucht die Anmeldezahlen auf einem möglichst konstanten Niveau zu halten. Bei elitären Schulen geht es auch tatsächlich darum, eine attraktive Zielgruppe von Schülerinnen und Schülern zu erreichen – und natürlich auch von Lehrerinnen und Lehrern. Organisationsentwicklung in der Schule bedeutet, dass dieses Schulkonzept stetig weiterentwickelt wird, und damit einhergehend das Leitbild mit Werten, Vision, Mission und Alleinstellungsmerkmalen.

Stets eine lernende Organisation zu bleiben, ist dabei das Mittel der Wahl. Insbesondere geht es um folgende Themen:

  • Gestaltung & Aktualisierung des Schulkonzepts
  • das außerschulische Lernangebot mit AGs,
  • Gestaltung von Projekttagen
  • außerschulische Veranstaltungen in Kooperation mit der Stadt, mit Hochschulen, mit regionalen Betrieben und Vereinen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Personalentwicklung (Weiterbildungen und Besetzung von Funktionsstellen, d.h. Führungspositionen)

Wer ist verantwortlich für die Organisationsentwicklung in der Schule?

Im Kern liegt diese Verantwortung bei der Schulleitung, aber möglichst in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern in der Gesamtkonferenz. Aber auch Schüler und Eltern können in der Schulkonferenz und darüber hinaus eingebunden werden. Und im Idealfall arbeiten auch die Vertreter der Gemeinde und regionale Organisationen mit, sodass eine ganzheitliche Ausrichtung und Zusammenarbeit über die Klassenzimmer hinweg möglich wird. Oft gibt es auch einen Förderverein, der wesentliche Aufgaben stemmt.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Organisationsentwicklung in der Schule

Wie in jedem wirtschaftlichen Unternehmen ist der Erfolg der Organisationsentwicklung in der Schule von mehreren Faktoren abhängig. Unter anderem die folgenden Punkte sollten erfüllt sein, um gelungene Schulentwicklung betreiben zu können:

  1. Identifikation des gesamten Kollegiums mit dem Schulkonzept
  2. Bildung von Arbeitsgruppen nach Interessen und Vorlieben
  3. Fortwährendes Change Management auch in Zeiten mit guten Anmeldezahlen
  4. Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern wie ansässigen Firmen
  5. Beratung mit Elternvertretern, Schülervertretern und anderen am System Schule beteiligten Personen
  6. Beachtung und Bewahrung der Interessen von verschiedenen Stakeholdern im System Schule (Lehrer, Schüler, Schulleitung, Eltern etc.)

Organisationsentwicklung Schule in der Praxis: Tipps und Hinweise für die konkrete Umsetzung

Bei einer gelungenen Organisationsentwicklung, welche im schulischen Bereich stattfinden soll, sind die vorhin angesprochenen Punkte allesamt von großer Bedeutung. Wichtig dabei ist weiterhin ein übergeordneter Plan. Um eine möglichst hohe Identifikation und Mitwirkung im Kollegium zu erreichen ist es wichtig, dass im Vorfeld geklärt wird, aus welchen Gründen die verschiedensten Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Hierbei gilt es, Leitfragen zu klären, die wie folgt lauten könnten:

  • Inwiefern profitieren die an der Planung und Umsetzung Beteiligten von den Veränderungen bzw. Verbesserungen?
  • Welche Verbesserungen treten für die Stakeholder in der Schülerschaft auf, zu welchen engagierte Lehrerinnen und Lehrer in einigen Fällen ein zumindest in Teilen emotionales Verhältnis entwickelt haben?
  • Welche Stärken kann jeder Einzelne einbringen?

Um eben jene Stärken herauszufinden und möglichst alle Kolleginnen und Kollegen einzubinden, ist es zwingend notwendig, vor der eigentlichen Planung im großen Rahmen über die Ziele zu informieren und die zu erstellenden Arbeitsgruppen unbedingt nach Präferenzen der Kolleginnen und Kollegen bilden zu lassen. Identifikation ist keine Selbstverständlichkeit, sie kann nur geschaffen werden, wenn jeder und jede das Gefühl hat, mitwirken zu können und die Früchte der eigenen Arbeit auch ernten bzw. betrachten zu können. Die Beteiligten sollten über die Bereitschaft verfügen, gemeinsam zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Ein konkretes Beispiel zur schulischen Organisationsentwicklung

Bei der Bildung von Arbeitsgruppen ist es in vielen Fällen so, dass sich Fachkolleginnen und Fachkollegen der einzelnen Unterrichtsfächer zusammenfinden und selbstredend die eigenen Interessenfelder im Blick haben. Diese hängen hoffentlich mit dem unterrichteten Fach zusammen. Wenn nun die Fachschaft Sport beispielsweise Kontakt mit dem örtlichen Sportverein aufnimmt und eine Kooperation ins Leben rufen kann, so wird auf gelungene Art und Weise Entwicklungsarbeit im schulischen Umfeld betrieben. Diese Kooperation könnte beispielsweise das Angebot einer AG durch die Trainerinnen und Trainer des Vereins beinhalten oder aber die gemeinsame Planung und Durchführung von schulischen Sportfesten beinhalten.

Spannende Ansätze für Organisationsentwicklung in der Schule

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