Wie funktioniert Hypnosetherapie?

Was ist Hypnose

Die Hypnose ist ein Bewusstseinszustand, den unser Gehirn in Situationen gleichzeitiger großer Entspannung und intensiver Achtsamkeit, der Trance, erreicht. Oft wird sie mit Schlaf oder Bewusstlosigkeit verwechselt, doch ein Mensch in diesem Zustand kann noch akkurat auf Fragen antworten, Anweisungen befolgen und normal mit seiner Umgebung interagieren. Seine Aufmerksamkeit ist lediglich extrem auf den Hypnotiseur fokussiert. Außerdem erhöht die Hypnose die Suggestibilität des Probanden, d.h. die Bereitschaft, Angebote und Anweisungen anzunehmen, ist stark heraufgesetzt. In der Hypnosetherapie wird dies zum Beispiel genutzt, um positive Signale in das Unterbewusstsein eines Patienten/ Klienten zu integrieren.

Wie wird man hypnotisiert?

Zur Einleitung einer hypnotischen Trance benutzt ein Therapeut unterschiedliche Verfahren, die als Induktionen bezeichnet werden. Bei einer solchen Induktion aktiviert er die Kräfte des Unterbewussten und bahnt einen Pfad, um direkt mit diesen tieferliegenden Schichten der Persönlichkeit zu interagieren. Dabei kommen unter anderem Entspannungs- und Konzentrationsübungen zum Einsatz, die helfen, das Bewusstsein des zu Hypnotisierenden auf einen Punkt im Raum, die Stimme des Hypnotiseurs oder ein bestimmtes angenehmes Gefühl zu fokussieren. Auf keinen Fall sollte man annehmen, dass man bei diesem Verfahren einschläft, auch wenn der Zustand, den man erreicht, von außen leicht so wirken kann. Unter dem hypnotischen Einfluss erlebt man die Zeit eventuell etwas verzerrt (sie vergeht meist „wie im Flug“), eine Amnesie, d.h. das Vergessen der Inhalte der Trance, tritt nur dann ein, wenn sie für den therapeutischen Erfolg gewünscht ist.

Wie kann Hypnosetherapie helfen

Aus therapeutischer Sicht nutzt man Hypnosen für zwei Zwecke: Zum einen ist die hohe erreichbare Entspannung nützlich, um angstfrei und ohne Stress über belastende Situationen oder Sorgen zu sprechen. Inhalte, die normalerweise Panik auslösen, können im sicheren Kontext und unter Anleitung des Therapeuten bearbeitet werden, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.

Weiterhin ist es möglich, mentale Blockaden zu lösen, indem man die Selbstheilungskräfte des Unterbewusstseins mit Suggestionen fördert und dazu anhält, neue Lösungen zu finden, wo eingefahrene Verhaltensmuster zur Belastung werden. Unter anderem ist es so möglich, mit dem Rauchen aufzuhören oder die kreative Produktivität zu steigern.

Auch die Anleitung zur Selbsthypnose zum Beispiel als besonders intensive Form der Meditation, als Auszeit vom Alltag, als Weg des sich-findens kann von einem erfahrenen Therapeuten geleistet werden. Dabei bekommt der Klient ein Werkzeug in die Hand, mit dem er selbst unter Stress seine Kreativität wiederherstellen, innere Schwierigkeiten überwinden und einen Ruhepol gegen Drucksituationen setzen kann.

Für ein erfolgreiches Coaching ist dabei die individuelle Zusammenarbeit mit dem Patienten/ Klienten notwendig. Ein Hypnotherapeut muss auf die Eigenheiten und Erfahrungen seines Gegenübers eingehen, denn es gibt keine Allheilmittel und Kochrezepte, mit denen jedem gleich geholfen ist. Stattdessen steht der konstruktive Austausch im Vordergrund, der es dem Hypnotiseur schließlich ermöglicht, maßgeschneiderte Suggestionen, Anleitungen zur Blockadeüberwindung und andere Hilfestellungen zu bieten.