[Top 10] Berühmte Fehlprognosen

Prognosen scheitern oft an linearer Denkweise. Echtes Future Thinking hilft, Denkblockaden zu lösen und Möglichkeitsräume zu öffnen.

Bei mehreren dieser Sätze ist unklar, wer sie wann gesagt hat. Wo ein Beleg fehlt, steht es hinter dem Zitat.

  1. „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ Thomas Watson, IBM (1943) zugeschrieben; das Zitat ist nicht belegt und taucht erst 1981 auf
  2. „Das Telefon hat zu viele Mängel, um ernsthaft als Kommunikationsmittel in Betracht gezogen zu werden.“ Angebliches Memo von Western Union (1876); es ist nicht belegt und gilt als erfunden
  3. „Das Internet wird bald wie eine Supernova spektakulär explodieren und 1996 katastrophal zusammenbrechen.“ Robert Metcalfe, InfoWorld (Dezember 1995); im April 1997 mixte er die Kolumne und trank sie auf einer Konferenz
  4. „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus haben wollte.“ Ken Olsen, DEC (1977) zugeschrieben; belegt ist nur ein sinngemäßer Bericht von 1980, die bekannte Wortfassung steht erst 1984 in einem Buch
  5. „Uns gefällt ihr Sound nicht, und Gitarrenmusik ist am Aussterben.“ Decca Recording Co. zu den Beatles (1962); so berichtet es ihr Manager Brian Epstein 1964, der Decca-Manager Dick Rowe bestritt es
  6. „Das Fernsehen wird sich nicht durchsetzen. Die Leute werden es bald satt haben, jeden Abend auf eine Sperrholzkiste zu starren.“ Darryl Zanuck, 20th Century Fox (1946) zugeschrieben; ein Beleg fehlt, die früheste Fundstelle ist das Wall Street Journal vom 14. Februar 1951, ohne Namen
  7. „Das Pferd wird immer bleiben, aber das Automobil ist nur eine Modetorheit.“ Ein Bankier, der Horace Rackham 1903 von einer Investition in Ford abriet (Anekdote von 1922); dass es der Präsident der Michigan Savings Bank war, steht erst ab 1984 in Büchern
  8. „Apple ist bereits tot.“ Nathan Myhrvold, damals Technikchef von Microsoft (Wired, Juni 1997)
  9. „Flugzeuge sind interessante Spielzeuge, aber von keinem militärischen Wert.“ Ferdinand Foch (1911) zugeschrieben; ein Beleg aus dem Jahr 1911 ist nicht bekannt, Wikiquote nennt als Quelle ein Buch von 1998
  10. „Es gibt nicht das geringste Anzeichen dafür, dass Kernenergie jemals gewonnen werden kann.“ Albert Einstein, Interview im Pittsburgh Post-Gazette (29. Dezember 1934)
Fehlprognosen entstehen, wenn man die Zukunft nur als Verlängerung der Gegenwart betrachtet.