Eigenen Online-Kurs erstellen: 12 Schritte mit Templates & Tools

Möchtest du deinen eigenen Online-Kurs erstellen? Großartig: das macht Spaß, schärft deine Persönlichkeit und dein Wissen – und bringt hoffentlich der Welt, den Menschen und deinem Geldbeutel einen echten Mehrwert.

Viele Wege führen zum Ziel: hast du bereits ein Lernangebot, welches erprobt ist und du willst es »nur« digitalisieren? Oder willst du einfach unbedingt einen Online-Kurs erstellen und weißt noch gar nicht, wofür? Oder möchte dein Chef oder deine Klienten von dir, dass du einen Online-Kurs entwickelst?   – egal wo du stehst, mit der folgenden Anleitung kommst du zum Ziel.

Noch besser (NEU): Wir haben sogar einen Online-Kurs erstellt, der dir hilft, deinen eigenen Online-Kurs zu erstellen!
>> Hier gehts zum Online-Kurs für dich als digitales Trainer-Genie! <<

Eigenen Online-Kurs erstellen: Anleitung in 12 Schritten

Vorbereitung vor dem Erstellen des Online-Kurses

  1. Eigene Ressourcen aktivieren: Wie kann ich das schaffen?
    Bevor du so ein Projekt anfängst und dann auf dem halben Weg wieder liegen lasst, sei dir sicher, dass du wirklich deine Zeit, dein Geld und deine Energie hinein stecken möchtest. Es ist nicht schwer, aber dauert doch meist länger als man denkt. Und wenn erst einmal eine Version erstellt wurde, findet man immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten. Bevor du dir ein weiteres Hamsterrad aufbürdest, sei dir sicher, dass du den Willen und die Kapazität dafür in dir finden kannst!
    Hinweis: es gibt immer nützliche Ressourcen, die du aktivieren kannst! Beachte dafür das Utilisations-Prinzip!
  2. Wisse, was du anbieten willst! Keiner braucht diffuse eierlegende Wollmilchsäue.
    Nutze das IKIGAI, um deinen persönlichen Purpose und Sinn hinter deinem Vorhaben zu definieren.

    1. Was ist deine höchte Kompetenz, die du einbringen kannst? …sammle dafür 360-Grad-Feedback
    2. Was braucht die Welt von dir? Was sind Bedürfnisse anderer Menschen, die du erfüllen kannst?
    3. Worauf hast du Lust? … so sehr, dass du bereit bist, dein bestes für einen Online-Kurs zu geben?
    4. Mit welchen Themen und Angeboten kannst du mittel- bis langfristig Geld verdienen?

Der Kern: Konzeption des Online-Kurs-WERTANGEBOTS & Erstellung der Inhalte

  1. Definiere deine Nische!
    1. Zielgruppe mit Persona definieren
    2. Ausgangs- / Problemzustand der Zielgruppe vor dem Kurs
    3. Erfolgszustand der Zielgruppe nach dem Kurs
    4. Wichtigste Veränderungen und Transformationen durch den Kurs für die Nutzer.
    5. Welche KOMPETENZEN sollten deine Nutzer entwickeln?
    6. In Kurz: Welchen WERT erhalten deine Nutzer von deinem Kurs? WARUM sollten sie den Kurs besuchen und bezahlen?
      Beratungs- & Coaching-Nische
  2. Curriculum entwickeln: Definiere die Inhalte des Kurses und bringe sie in eine sinnvolle Schrittfolge.
    Beachte hierbei, dass Menschen nicht gerne einfach nur Wissen konsumieren. Das können sie kostenlos im Internet… sie wollen dabei ein Erlebnis haben, es soll ihnen bequem gemacht und unterhaltsam gemacht werden.
    Perfektion bedeutet nicht, dass nichts mehr hinzugefügt, sondern dass nichts mehr weggelassen werden kann!
  3. Erstelle prototypisch die Inhalte
    1. Templates & Bild-Material
    2. Text-Content
    3. Slides mit Visualisierungen und Hilfestellungen
    4. Videos: die Menschen wollen wirklich gerne Menschen in Aktion sehen.
  4. Füge die Inhalte in deinem präferierten Learning-Management-System zusammen.

Online-Kurs erstellen: Marketing & Skalierung planen

Vom Ende her denken: das Ziel des Kurses immer im Kopf behalten und dieses Fokussieren!

  1. Agile Produktentwicklung: Sammle möglichst frühzeitig Feedback auf deinen Kurs von Menschen, die an dem Thema interessiert sind, also von Vertretern der Zielgruppe. Mit diesem Feedback kannst du das Produkt kontinuierlich weiter entwickeln und passender auf die Bedürfnisse der Nutzer designen.
    Fail early & often!
    Agile User-Centered Produkt-Entwicklung & Marketing- Growth Hacking - Design Thinking - Flywheel
  2. Definiere die wichtigsten Marketing-Schritte mit dem Marketing-Template.
    1. Kernbotschaften (am besten verpackt in Storytelling)
    2. Wertangebot: Was versprichst du / der Titel dem Nutzer?
    3. Über welche Kanäle wird der Kurs verbreitet?
    4. Wie entstehen Referrals?
    5. Wer sind Partner für die Verbreitung?
    6. Welche positiven Kundenstimmen möchtest du einbauen?
    7. Was ist deine Einzigartigkeit?
    8. Wie sorgst du mit dem Kurs für Kundenbindung?
  3. Designe einen Marketing-Funnel (Template, s.u.)
    Damit schaffst du Klarheit über den Vertriebsprozess!
  4. Teste systematisch Zielgruppen und Wert-Ansprachen, um den Produkt-Market-Fit zu finden und zu optimieren.
    Problem-Solution-Fit - Product-Market-Fit
  5. Skaliere wie die Tiere (Template!)
    1. Was ist deine Vision?
    2. Auf welche Wellen kannst du aufspringen?
    3. Auf welche Nischen kannst du dich erweitern? D.h. weitere Zielgruppen und verwandte Angebote.
    4. Welche gut vernetzten Hubs kannst du targeten?
    5. Sorge für Gamification.
    6. Baue eine Community auf und binde sie systematisch in die Weiterentwicklung des Kurses ein durch regelmäßige Feedback-Schleifen
    7. Wie kann ein Ökosystem entstehen?
  6. Definiere klare Ziele und Meilensteine für die Realisierung. Am besten als OKRs.

 

Entwickle deinen eigenen Online-Kurs – mit unsrem Online-Kurs – und lerne am Live-Beispiel!

 

Online-Kurs erstellen: Templates & Vorlagen für die Erstellung und Vermarktung eines erfolgreichen Online-Kurses

10 Tipps & Vertiefungen für deinen eigenen Online-Kurs [Design Prinzipien]

Einen runden Kurs zu gestalten ist eine Kunst für sich. Hier findest du weitere Tipps, wenn du deinen eigenen Online-Kurs, mit oder ohne Webinare, zum genialen Erlebnis machst:
  1. Hauptsache, die Hauptsache bleibt die Hauptsache – Jedes Detail sollte auf das Nr. 1 Ziel ausgerichtet sein.
  2. Habe am Anfang das Ende im Sinn – Beginne mit der Vision und arbeite dich rückwärts zu den Details.
    Wenn es um ein komplexes soziales Unterfangen geht, nutze dafür die Visionspyramide.
  3. Fail early & often: Entwickeln, Feedbacken, Entwickeln, Feedbacken, Entwickeln…  Entwickle ein Growth Mindset! …und erlaube dir, zu experimenten, zu spielen und damit Leben in den Prozess zu bringen.
  4. Gib viel, fordere viel! Bring deine Schüler dazu, über sich hinaus zu wachsen.
  5. Lass die TN arbeiten! Die TN sollten möglichst viel eigene Arbeitszeit haben, beschränke deine Redezeit auf ein Minimum.
  6. Prozess-Schema für geniale Workshop Konzepte ist „Experience Based Learning“, d.h. dass die TN eher durch Erfahrungen lernen als durch Worte. Gib deinen TN also die Chance, eigene Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln statt ihnen Vorträge zu halten. Unten findest du das Schema für die Lernkurve mit Experience based Learning. 
    • Wenn das Grundgerüst steht, erwäge weitere Gamification-Elemente zu nutzen, für ein spielerisches Workshop-Erlebnis.
    • Der Experience Based Learning Prozess wiederum ist angelehnt an die Heldenreise als Framework für das individuelle Erlebnis  …mehr dazu
  7. Baue das Programm für dich selbst – Teste es selbst, optimiere es für dich selbst.
  8. Perfektion durch Einfachheit – Perfekt heißt nicht, dass nichts mehr hinzugefügt werden kann, sondern, dass nichts mehr weggelassen werden kann.
  9. Motivation ist gut, Überzeugung ist besser, tiefer Sinn mit Liebe & Leidenschaft sind am besten. Finde dein IKIGAI – und verwirkliche es durch dein Angebot.
  10. Fokus auf den Fokus: Steht nun wirklich ein zentrales Ziel im Mittelpunkt des Online-Kurses? Kannst du die zentrale Kompetenz benennen, die du schulst? Gehen die Nutzer mit einem klaren Mehrwert und einem Erfolgszustand aus dem Kurs heraus?

Den Online-Kurs als gamifizierten Lernprozess gestalten

Online-Kurse – gamifiziert oder nicht – sind Lernprozesse. Im Idealfall hast du bereits deine Nische definiert, d.h. für welche Arten von Menschen du welche Weiterentwicklung ermöglichst. Dann kannst du den Entwicklungsprozess mit Gamification ausgestalten. Eine Orientierung dafür bietet dann die Gamificaton-Kurve für erfahrungsbasiertes Lernen (experience based learning). Alle Phasen sollten für die Zielgruppe passend ausgestaltet sein, z.B. mit Hilfe von Design Thinking und Gamification-Elementen.

Erfahrungsbasierte Lernprozesse mit Gamification - experience based learning

Entdecken des Online-Kurses

Mit folgenden Elementen kannst du deine Nutzer begeistern.

  • Cooler Teaser, am besten mit Video
  • Storytelling
  • Orientierung geben über Ziele, Struktur und Anforderungen
    • Was krieg ich hier?
    • Worauf lasse ich mich ein?
    • Welche Anforderungen werden an mich gestellt?
    • WAS VERPASSE ICH, wenn ich den Kurs nicht mache?
    • Warum passe ich hierher?
  • Wünschenswerte Gedanken zum Angebot
    • „WOW, ein seltenes Angebot“ – Verknappung motiviert, wenn sie sinnvoll ist
    • „WOW, ein mystisches Geheimnis, welches ich hier entdecke“ –
    • „WOW, spannende andere Menschen“
  • Ziel: Ein Gefühl von Vertrautheit

Möglichkeiten, um den Einstieg in einen Online-Kurs zu optimieren

Wenn du deinen eigenen Online-Kurs erstellst, ist es hilfreich, von vornherein auf folgende Punkte zu achten.

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Kurs,
  • Empowerment
  • Lass den Nutzer sich stark und SCHLAU fühlen
  • erste Erfolgserlebnisse
  • einen kleinen Schritt erfolgreich abschließen,
  • Glowing Choice (Button, Bild zum Anklicken) erleichtert den nächsten Schritt
  • sehr einfaches Quiz,
  • Story mitgeben
  • Identität anpassen (Avatar, Rolle für den Kurs, Wer bin ich hier…)
  • Bestätigung & Anerkennung geben
  • am besten gleich mehrere kleine Erfolgserlebnisse
  • Seltenheit kennenlernen… was gibt es hier ungewöhnliches zu holen?
  • …und welche Transaktionen muss ich dafür aufbringen?
  • dann langsam den Anspruch steigern…
  • Social Proof: Wer benutzt diesen Kurs noch?
  • Ziel: Gefühl von Selbstwirksamkeit

Kompetenz-Gerüst aufbauen im Online-Kurs

  • Je mehr ich als Nutzer reinstecke, desto mehr erhalte ich zurück
  • Ressourcen aufbauen und weitere Belohnungen sammeln
  • den Fortschritt zum Ziel immer vor Augen haben
  • Schwierigkeit weiter steigern
  • Kreativität, strategisches Denken und Rätsel lösen
  • Meilensteine erschließen
  • Punkte sammeln …. und Punkte tauschen
  • Interaktion!! – andere sollen meinen Fortschritt erleben
  • ein wichtiges Puzzle lösen, welches im Laufe des Kurses immer wieder auftauchte…
  • einen Meilenstein erreichen, den ich nur mit Hilfe von anderen erreichen kann
  • Zwangs-Pause einlegen… “Warte nun 3 Stunden, ehe du folgendes nächstes Ziel erreichen kannst”
  • Easter Eggs einbauen
  • Zufall nutzen, Zufalls-Challenge, “Lotterie”
  • weitere einzigartige Möglichkeit aufzeigen, nur für Nutzer, die es bis hierhin geschafft haben
  • Ziel: sich erfolgreich, kompetent und erfahren fühlen

Das Ende im Online-Kurs

  • Ultimatives Puzzle / Quiz, bei dem das bisher gelernte zusammengefügt werden kann
  • eigene Herausforderung,
  • Kreativität ist gefragt
  • Nutzer kann sein bestes geben, alle Ressourcen aktivieren, um ein schwieriges Problem zu lösen
  • Angebote, wie der Nutzer weiter machen kann
  • finaler Wettkampf mit anderen Nutzern
  • Bestaunen der erreichten Meilensteine
  • Lust auf Optimierung
  • Ziel: Zufriedenheit, Lust auf mehr, Dankbarkeit

 

Technische Umsetzung, um den eigenen Online-Kurs zu erstellen

Mein Tool-Set, um eigene Video-Online-Kurse zu erstellen besteht aus:

  • WordPress-Seite (zur Kurz-Anleitung)
  • Learndash LMS (Learnpress als kostenloses Tool funktioniert auch fürs Prototyping)
  • GamiPress für die Gamification
  • Google Slides für interaktive Templates & Präsentationen
  • Unsplash für kostenlose schöne Bilder
  • Kamera, Ringlicht, Mikrophon, Videobearbeitungs-Software (iMovie z.B.) für die Erstellung von Videos

Online-Kurse: