Geniale Online-Kurse erstellen in 12 Schritten – mit Templates

Möchtest du deinen eigenen Online-Kurs erstellen oder erstellen lassen? Großartig: das macht Spaß, schärft deine Persönlichkeit und dein Wissen – und bringt hoffentlich der Welt, den Menschen einen echten Mehrwert.

Viele Wege führen zum Ziel: hast du bereits ein Lernangebot, welches erprobt ist und du willst es »nur« digitalisieren? Oder willst du unbedingt Online-Kurse erstellen und weißt noch gar nicht, wofür? Möchte dein Chef oder deine Klienten von dir, dass du einen Online-Kurs entwickelst? – egal wo du stehst, mit der folgenden Anleitung kommst du zum Ziel.

Noch besser (NEU): Wir haben sogar einen Online-Kurs erstellt, der dir hilft, deinen eigenen Online-Kurs zu erstellen!
>> Hier gehts zum Online-Kurs für dich als Trainer, Coach oder Berater <<

4 Fragen, bevor du anfängst, deinen eigenen Online-Kurs zu erstellen: Schärfung des Kerns

Hier sind ein paar grundsätzlichere Fragen, die du dir stellen kannst, wenn du erst noch bei der Frage bist, ob und worüber du einen eigenen Online-Kurs erstellen könntest:

  1. Bei dir anfangend:
    In welchem Thema oder welcher Kompetenz würdest du gerne andere anleiten?
    Welche Fähigkeit würdest du gerne fördern?
  2. Was möchtest du in der Welt entwickeln?
    Was möchtest du mit einem Online-Kurs-Angebot in der Welt fördern? Welchen Teil der Gesellschaft möchtest du zu welcher Weiterentwicklung bringen?
    Was ist die Transformation?
  3. Erfolgszustand der TN
    Mit welchem neuen Zustand und welchen Kompetenzen gehen Menschen aus dem Lernprozess heraus?
  4. Motivation der Zielgruppe zu deinem Thema XYWas ist eure ursprüngliche Motivation, XY zu lernen?
    Warum ist es beliebt, was ist das Bedürfnis dahinter?
    Welche Probleme löst XY?
    Welche Sehnsucht steckt dahinter?Ziel ist ein möglichst gutes Verständnis für die Lern- und Kaufmotivation der künftigen Teilnehmer unseres Kurses.

Wenn du somit einen Willen und eine Ausrichtung für einen eigenen Online-Kurs gefunden hast, dann führe ich dich nun durch die Kunst und Wissenschaft der Entwicklung von Online-Kursen.

Die Architektur eines Online-Kurses

Bei der Erstellung des Online-Kurses kämpfst du vielen Ebenen gleichzeitig:

  • Lernkern: Wer lernt Warum Was Wohin?
  • Didaktik & Erfahrungsbasiertes Lernen:
    Lernprozess, der intuitiv, belohnend, unterhaltsam und klar ist und die (anspruchsvolle) Kompetenzentwicklung so angenehm und freudig wie möglich macht.
  • Content: Texte, Bilder, Diagramme, Videos, Anleitungen, Tests & Quizzes
  • Landing Page: Die Landing Page muss Appetit und Kaufbereitschaft wecken und braucht daher nicht mehr Inhalt als unbedingt nötig.
    • Zielgruppe ansprechen,
    • Orientierung geben und Kaufhürden nehmen,
    • Nutzen und Wert darstellen,
    • Kaufargumente liefern
  • Technische Umsetzung: Einpflegen des Contents in den didaktisch gewünschten Prozess mit Hilfe eines CMS (WordPress) oder LMS
  • Feinheiten: Stil, Farben, Rechtschreibung, Grammatik, Bildsprache & Corporate Identity
  • User Testing: Testen des Lernkonzept mit Personen aus der Zielgruppe, um Feedback auf alle obingen
    Einfachstes Format: dem Nutzer beim Ausprobieren zugucken, ihn laut denken lassen und daran lernen:

    • Was läuft schon?
    • Wo sind Hürden und Widerstände?
    • Was macht Freude?
    • Was irritiert?
    • Was sind neue Ideen und Wünsche?
  • Marketing: einen Funnel für die Zielgruppe bauen, sodass sie vom Stöbern im Internet möglichst gut zu deinem Online-Kurs findet
  • Business Development (nur relevant bei komplexeren Online-Kursen mit mehreren Kompetenzen und Stakeholdern)
    Austesten und identifizieren der vielversprechendsten Zielgruppen, Wertangebote und Marketing-Kanäle

Eigenen Online-Kurs erstellen: Anleitung in 12 Schritten

Weiter unten im Artikel sind in der Präsentation alle wichtigen Templates dargestellt. Im Online-Kurs, um Online-Kurse zu erstellen, kannst du sie Stück für Stück durcharbeiten.

Vorbereitung vor dem Erstellen des Online-Kurses

  1. Eigene Ressourcen aktivieren: Wie kann ich das schaffen? Die Welt braucht keine schlechten Online-Kurse – und ein richtig guter Online-Kurs erfordert einiges an Arbeit. Und wenn erst einmal eine Version erstellt wurde, findet man immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten.
    Bevor du also deinen Online-Kurs beginnst und dann auf dem halben Weg wieder liegen lasst, sei dir sicher, dass du wirklich deine Zeit, dein Geld und deine Energie hinein stecken möchtest. Bevor du dir ein weiteres Hamsterrad aufbürdest, sei dir sicher, dass du den Willen und die Kapazität dafür in dir finden kannst!
    Hinweis: es gibt immer nützliche Ressourcen, die du aktivieren kannst! Beachte dafür das Utilisations-Prinzip!
  2. Wisse, was du anbieten willst! Keiner braucht diffuse eierlegende Wollmilchsäue (ich weiß das, denn ich habe einige entwickelt und niemand wollte sie haben – und dann habe ich sehr konkrete Online-Kurse entwickelt, die auf einmal gut nachgefragt wurden).
    Nutze das IKIGAI, um deinen persönlichen Purpose und Sinn hinter deinem Vorhaben zu definieren.

    1. Was ist deine höchste Kompetenz, die du einbringen kannst? …sammle dafür 360-Grad-Feedback
    2. Was braucht die Welt von dir? Was sind Bedürfnisse anderer Menschen, die du erfüllen kannst?
    3. Worauf hast du Lust? … so sehr, dass du bereit bist, dein bestes für einen Online-Kurs zu geben?
    4. Mit welchen Themen und Angeboten kannst du mittel- bis langfristig Geld verdienen?

Der Lernkern: Konzeption des Online-Kurses

  1. Definiere deine Nische!
    1. Zielgruppe mit Persona definieren
    2. Ausgangs- / Problemzustand der Zielgruppe vor dem Kurs
    3. Erfolgszustand der Zielgruppe nach dem Kurs
    4. Wichtigste Veränderungen und Transformationen durch den Kurs für die Nutzer.
    5. Welche KOMPETENZEN sollten deine Nutzer entwickeln?
    6. In Kurz: Welchen WERT erhalten deine Nutzer von deinem Kurs? WARUM sollten sie den Kurs besuchen und bezahlen?
      Beratungs- & Coaching-Nische
  2. Curriculum entwickeln: Definiere die Inhalte des Kurses und bringe sie in eine sinnvolle Schrittfolge.
    Beachte hierbei, dass Menschen nicht gerne einfach nur Wissen konsumieren. Das können sie kostenlos im Internet… sie wollen dabei ein Erlebnis haben, es soll ihnen bequem gemacht und unterhaltsam gemacht werden. Am Anfang müssen erste Erfolgserlebnisse möglich sein, die echte Kompetenzentwicklung kommt erst mit der Zeit.
  3. Erstelle prototypisch die Inhalte
    1. Templates & Bild-Material
    2. Text-Content
    3. Slides mit Visualisierungen und Hilfestellungen
    4. Videos: die Menschen wollen wirklich gerne Menschen in Aktion sehen.
  4. Füge die Inhalte in deinem präferierten Learning-Management-System zusammen.

Online-Kurs erstellen: Marketing & Skalierung planen

Vom Ende her denken: das Ziel des Kurses immer im Kopf behalten und dieses Fokussieren!

  1. Agile Produktentwicklung: Sammle möglichst frühzeitig Feedback auf deinen Kurs von Menschen, die an dem Thema interessiert sind, also von Vertretern der Zielgruppe. Mit diesem Feedback kannst du das Produkt kontinuierlich weiter entwickeln und passender auf die Bedürfnisse der Nutzer designen. Fail early & often!
    Agile User-Centered Produkt-Entwicklung & Marketing- Growth Hacking - Design Thinking - FlywheelMöglichkeiten, um Feedback zu sammeln, sind:

    • Freunde, Kollegen, Mitarbeiter, Menschen aus Online-Communities testen den Online-Kurs mit dir.
    • A/B-Tests über Marketing-Kanäle (Google Suche, Social Media)
    • Beta-Users nutzen den Kurs kostenlos und „bezahlen“ mit Feedback
  2. Definiere die wichtigsten Marketing-Schritte mit dem Marketing-Template
    1. Wertangebot: Was versprichst du / der Titel dem Nutzer?
    2. Kernbotschaften (am besten verpackt in Storytelling)
    3. Über welche Kanäle wird der Kurs verbreitet?
    4. Wie entstehen Referrals?
    5. Wer sind Partner für die Verbreitung?
    6. Welche positiven Kundenstimmen kannst du einholen und einbauen?
    7. Was ist deine Einzigartigkeit?
    8. Wie sorgst du mit dem Kurs für Kundenbindung?
  3. Designe einen Marketing-Funnel (Template, s.u.)
    Damit schaffst du Klarheit über den Vertriebsprozess!
  4. Teste systematisch Zielgruppen und Wert-Ansprachen, um den Produkt-Market-Fit zu finden und zu optimieren.
    Problem-Solution-Fit - Product-Market-Fit
  5. Skaliere wie die Tiere (Template!)
    1. Was ist deine Vision?
    2. Auf welche Wellen kannst du aufspringen?
    3. Auf welche Nischen kannst du dich erweitern? D.h. weitere Zielgruppen und verwandte Angebote.
    4. Welche gut vernetzten Hubs kannst du targeten?
    5. Sorge für Gamification.
    6. Baue eine Community auf und binde sie systematisch in die Weiterentwicklung des Kurses ein durch regelmäßige Feedback-Schleifen
    7. Wie kann ein Ökosystem entstehen?
  6. Definiere klare Ziele und Meilensteine für die Realisierung. Am besten als OKRs.

Entwickle deinen eigenen Online-Kurs – mit unsrem OKOKOnline-Kurs für Online-Kurse! – und lerne am Live-Beispiel!

Online-Kurs erstellen: Templates & Vorlagen für die Erstellung und Vermarktung eines erfolgreichen Online-Kurses

10 Tipps & Vertiefungen für deinen eigenen Online-Kurs [Design Prinzipien]

Einen runden Kurs zu gestalten ist eine Kunst für sich. Hier findest du weitere Tipps, wenn du deinen eigenen Online-Kurs, mit oder ohne Webinare, zum genialen Erlebnis machst:
  1. Hauptsache, die Hauptsache bleibt die Hauptsache – Jedes Detail sollte auf das Nr. 1 Ziel ausgerichtet sein.
  2. Habe am Anfang das Ende im Sinn – Beginne mit der Vision und arbeite dich rückwärts zu den Details.
    Wenn es um ein komplexes soziales Unterfangen geht, nutze dafür die Visionspyramide.
  3. Fail early & often: Entwickeln, Feedbacken, Entwickeln, Feedbacken, Entwickeln…  Entwickle ein Growth Mindset! …und erlaube dir, zu experimenten, zu spielen und damit Leben in den Prozess zu bringen.
  4. Gib viel, fordere viel! Bring deine Schüler dazu, über sich hinaus zu wachsen.
  5. Lass die TN arbeiten! Die TN sollten möglichst viel eigene Arbeitszeit haben, beschränke deine Redezeit auf ein Minimum.
  6. Prozess-Schema für geniale Workshop Konzepte ist „Experience Based Learning“, d.h. dass die TN eher durch Erfahrungen lernen als durch Worte. Gib deinen TN also die Chance, eigene Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln statt ihnen Vorträge zu halten. Unten findest du das Schema für die Lernkurve mit Experience based Learning. 
    • Wenn das Grundgerüst steht, erwäge weitere Gamification-Elemente zu nutzen, für ein spielerisches Workshop-Erlebnis.
    • Der Experience Based Learning Prozess wiederum ist angelehnt an die Heldenreise als Framework für das individuelle Erlebnis  …mehr dazu
  7. Baue das Programm für dich selbst – Teste es selbst, optimiere es für dich selbst.
  8. Perfektion durch Einfachheit – Perfekt heißt nicht, dass nichts mehr hinzugefügt werden kann, sondern, dass nichts mehr weggelassen werden kann.
  9. Motivation ist gut, Überzeugung ist besser, tiefer Sinn mit Liebe & Leidenschaft sind am besten. Finde dein IKIGAI – und verwirkliche es durch dein Angebot.
  10. Fokus auf den Fokus: Steht nun wirklich ein zentrales Ziel im Mittelpunkt des Online-Kurses? Kannst du die zentrale Kompetenz benennen, die du schulst? Gehen die Nutzer mit einem klaren Mehrwert und einem Erfolgszustand aus dem Kurs heraus?

Den Online-Kurs als gamifizierten Lernprozess gestalten

Online-Kurse – gamifiziert oder nicht – sind Lernprozesse. Im Idealfall hast du bereits deine Nische definiert, d.h. für welche Arten von Menschen du welche Weiterentwicklung ermöglichst. Dann kannst du den Entwicklungsprozess mit Gamification ausgestalten. Eine Orientierung dafür bietet dann die Gamificaton-Kurve für erfahrungsbasiertes Lernen (experience based learning). Alle Phasen sollten für die Zielgruppe passend ausgestaltet sein, z.B. mit Hilfe von Design Thinking und Gamification-Elementen.

Erfahrungsbasierte Lernprozesse mit Gamification - experience based learning

Entdecken des Online-Kurses

Mit folgenden Elementen kannst du deine Nutzer begeistern.

  • Cooler Teaser, am besten mit Video
  • Storytelling
  • Orientierung geben über Ziele, Struktur und Anforderungen
    • Was krieg ich hier?
    • Worauf lasse ich mich ein?
    • Welche Anforderungen werden an mich gestellt?
    • WAS VERPASSE ICH, wenn ich den Kurs nicht mache?
    • Warum passe ich hierher?
  • Wünschenswerte Gedanken zum Angebot
    • „WOW, ein seltenes Angebot“ – Verknappung motiviert, wenn sie sinnvoll ist
    • „WOW, ein mystisches Geheimnis, welches ich hier entdecke“ –
    • „WOW, spannende andere Menschen“
  • Ziel: Ein Gefühl von Vertrautheit

Möglichkeiten, um den Einstieg in einen Online-Kurs zu optimieren

Wenn du deinen eigenen Online-Kurs erstellst, ist es hilfreich, von vornherein auf folgende Punkte zu achten.

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Kurs,
  • Empowerment
  • Lass den Nutzer sich stark und SCHLAU fühlen
  • erste Erfolgserlebnisse
  • einen kleinen Schritt erfolgreich abschließen,
  • Glowing Choice (Button, Bild zum Anklicken) erleichtert den nächsten Schritt
  • sehr einfaches Quiz,
  • Story mitgeben
  • Identität anpassen (Avatar, Rolle für den Kurs, Wer bin ich hier…)
  • Bestätigung & Anerkennung geben
  • am besten gleich mehrere kleine Erfolgserlebnisse
  • Seltenheit kennenlernen… was gibt es hier ungewöhnliches zu holen?
  • …und welche Transaktionen muss ich dafür aufbringen?
  • dann langsam den Anspruch steigern…
  • Social Proof: Wer benutzt diesen Kurs noch?
  • Ziel: Gefühl von Selbstwirksamkeit

Kompetenz-Gerüst aufbauen im Online-Kurs

  • Je mehr ich als Nutzer reinstecke, desto mehr erhalte ich zurück
  • Ressourcen aufbauen und weitere Belohnungen sammeln
  • den Fortschritt zum Ziel immer vor Augen haben
  • Schwierigkeit weiter steigern
  • Kreativität, strategisches Denken und Rätsel lösen
  • Meilensteine erschließen
  • Punkte sammeln …. und Punkte tauschen
  • Interaktion!! – andere sollen meinen Fortschritt erleben
  • ein wichtiges Puzzle lösen, welches im Laufe des Kurses immer wieder auftauchte…
  • einen Meilenstein erreichen, den ich nur mit Hilfe von anderen erreichen kann
  • Zwangs-Pause einlegen… “Warte nun 3 Stunden, ehe du folgendes nächstes Ziel erreichen kannst”
  • Easter Eggs einbauen
  • Zufall nutzen, Zufalls-Challenge, “Lotterie”
  • weitere einzigartige Möglichkeit aufzeigen, nur für Nutzer, die es bis hierhin geschafft haben
  • Ziel: sich erfolgreich, kompetent und erfahren fühlen

Das Ende im Online-Kurs

  • Ultimatives Puzzle / Quiz, bei dem das bisher gelernte zusammengefügt werden kann
  • eigene Herausforderung,
  • Kreativität ist gefragt
  • Nutzer kann sein bestes geben, alle Ressourcen aktivieren, um ein schwieriges Problem zu lösen
  • Angebote, wie der Nutzer weiter machen kann
  • finaler Wettkampf mit anderen Nutzern
  • Bestaunen der erreichten Meilensteine
  • Lust auf Optimierung
  • Ziel: Zufriedenheit, Lust auf mehr, Dankbarkeit

Online-Kurs erstellen lassen

Möchtest du deinen Online-Kurs lieber von Profis erstellen lassen? Wir arbeiten gerne mit Experten zusammen, die bereits wissen, was sie können und wollen. Wenn du von uns deinen Online-Kurs erstellen lassen möchtest, bieten wir dir ein optimiertes Lernerlebnis für deine Kunden und entwickeln ein einzigartiges Angebot, welches für lange Zeit Wert für dich und deinen Markt schafft.

Schreib uns eine Email mit deiner Idee, für die du einen Online-Kurs erstellen lassen möchtest!

Beispiel Online-Kurse:

Weitere Entwicklungsaufgaben für Lehrende: