[Collection] 9+ Coaching Methoden – Ultimative Sammlung für Mensch & Unternehmen

Coaching ist eine pragmatische Form der Psychotherapie für psychisch nicht-kranke Menschen. Coaching ist damit eine Form psychologischer Beratung, bei der eine Person einer anderen hilft, Ziele zu erreichen und persönliche Herausforderungen zu bewältigen. Oder kurz: Coaching ist ein Prozess, in dem Veränderung gestaltet wird, sei es im Leben von Einzelnen oder in Organisationen. Selbstcoaching bedeutet, die Coaching Methoden auf sich selbst anzuwenden und erfordert eine besonders souveräne Anwendung.

Möchtest du für dich und deine Klienten die passenden Coaching Methoden parat haben und deinen authentischen Stil entfalten? Dann komm zu unserer Blended Learning Ausbildung »Systemisches Coaching«.

Welche Coaching Methoden und Stile gibt es?

Es gibt fast so viele Coaching-Methoden wie Coaching-Ausbildungen. Es macht auch Spaß, seine eigene Coaching-Methode zu erfinden. Der Übersichtlichkeit halber unterscheiden wir vier Stile oder Ansätze des Coachings, die jeweils einen anderen Fokus setzen und verschiedene Zielzustände haben.

  1. Der tiefenpsychologische Stil – Ziel: nachhaltige Transformation durch Ansprechen des Unbewussten
  2. Der verhaltenspsychologische Stil – Ziel: mehr Effizienz durch Etablierung neuer Handlungsweisen
  3. Der kreative Stil – Ziel: neuartige Lösungen durch Wecken des kreativen Potenzials
  4. Der systemische Stil – Ziel: in Komplexität navigieren durch Perspektivwechsel und Ressourcenorientierung

Selbstverständlich überschneiden sich die Stile und können kaum voneinander abgegrenzt werden. Dennoch passt ein bestimmer Ansatz je nach Coach, Coachee und Anliegen besser als ein anderer. Hier findest du Coaching Methoden für jeden Stil!

Coaching Methoden für die individuelle Arbeit mit Klienten

Tiefenpsychologisch

  • Hypnose ist ein sehr mächtiger Ansatz zur Arbeit mit den unbewussten Anteilen eines Menschen, während er in einen Trance-Zustand geht. Hypnose geht relativ schnell und zeitigt häufig positive Ergebnisse. Außerdem besteht ein weiterer Vorteil darin, dass man ein klares Anliegen definieren und bearbeiten kann.
  • Ego-State-Therapie und -Coaching ist eine spezielle Anwendung der Hypnose in der Arbeit mit dem inneren Team und der Transaktionsanalyse. Egt-State-Coaching geht davon aus, dass jeder Mensch Anteile von nahen Bezugspersonen (vor allem den Eltern) internalisiert hat sowie dass das innere Kind eine wichtige Rolle spielt.
  • Autogenes Training ist eine mildere Abwandlung der Hypnose als Entspannungstechnik und für die Arbeit mit sich selbst. Man kann autogenes leicht und schnell beibringen und eignet sich daher als hervorragend als begleitende Übung zum Coaching.
  • Somatic Experiencing: Das Unbewusste ist eine eigene Intelligenz und ist auf das Engste mit dem Körper verbunden. Das muss es auch, schließlich sorgen die tieferen Hirnregionen permanent für die Selbstregulation und Homöostase des Körpers. Steuerst du in diesem Moment bewusst deinen Atem? – Vermutlich nicht. Und das ist auch gut so. Müssten wir alle Prozesse unseres Körpers mit unserem bewussten Verstand regulieren, wären wir restlos überfordert. Allerdings können traumatische Erfahrungen gerade in frühen Entwicklungsphasen Spuren in den tieferen Hirnregionen hinterlassen. Früh erlebte Hilflosigkeit führt zu Angstreaktionen, die sich körperlich auswirken. Glücklicherweise kann man über den Körper besonders nachhaltige Therapien und Coachings initiieren.

Verhaltenspsychologisch

  • Konditionierung: Menschen sind Gewohnheitstiere. Je häufiger wir eine bestimmte Handlung ausführen, desto wahrscheinlicher wird es, dass wir sie auch wiederholen. Sind wir für viele Jahre in Gewohnheitsmustern, die uns eigentlich unglücklich machen, müssen wir lernen, wie wir neue Gewohnheiten erschaffen und aufrechterhalten können. Gewohnheiten sind der kleinste Nenner im Alltag, die uns langfristig zum erwünschten Zielzustand führen. Deswegen sind Kenntnisse über Funktionsweisen von habitualisierten Ritualen für jeden Coach absolutes Basiswissen.
    • Tiny Habits beschreiben einen einfachen Zugang zur Konditionierung über die Gestaltung wünschenswerter Verhaltensweisen über folgende 3 Schritte:
      • Anchor: Auslöser durch einen Schlüsselreiz initiiert die gewünschte Gewohnheit.
      • Behavior: Die gewünschte Tätigkeit wird ausgeübt (zum Bespiel körperliche Übung, Pause machen, Dankbarkeit formulieren etc…). Da es um Tiny Habit heißt, soll es auch hier nur einen kleinen, superleicht zu tätigenden Schritt gehen.
      • Celebration: Eine Verstärkung der gewünschten Verhaltensweise durch eine erwartete und wiederholte Belohnung, die auf das Verhalten folgt.
  • IKIGAI ist ein Modell zur Entdeckung des eigenen Sinns bzw. einer Berufung für die Selbstverwirklichung. Das Schöne an Ikigai ist, dass es einem schon vorhandene Ressourcen aufzeigt und eine Brücke zwischen verschiedenen wichtigen Lebensbereichen schlägt.
  • Die 7 Wege zur Effektivität von Stephen Covey sind ein bewährtes Modell für den persönlichen Erfolg. Hier geht es eher um Mindsets, die man aber sehr gut in verhaltensorientierte Maßnahmen umsetzen kann. Covey ist ein Klassiker, der gerade wenn es um Effizienz geht unverzichtbar ist!
  • Getting-Things-Done für Task-Management und Produktivität.
  • Kognitive Umstrukturierung deckt dysfunktionale Kognitionen (Gedanken, Einstellungen, Glaubenssätze und Bewertungen) auf – und sorgt für eine Änderung / Transformation hinzu funktionalen Kognitionen. Konkrete Methoden für diese Umstrukturierung sind zum Beispiel:
    • Schematherapie
    • The Work von Byron Katie untersucht negative Glaubenssätze über sich selbst durch folgende vier Fragen:
      1. Ist es wahr?
      2. Kannst du dir zu 100% sicher sein, dass es wahr ist?
      3. Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken denkst?
      4. Was wärst du ohne diesen Gedanken?
    • MBSR – Achtsamkeitsbasierte Stress-Reduktion nach Jon-Kabat Zinn, basierend auf Achtsamkeitsübungen

Das Ziel von Coaching als Äquivalent zur Verhaltenstherapie ist das Herbeiführen eines gesunden Umgangs mit sich selbst und eine positive Gestaltung der eigenen Lebensumstände.

Kreativ

Systemisch

Systemisches Coaching ist ein beliebter Ansatz, um nicht nur Symptome zu betrachten, sondern den Menschen eingebettet in sein soziales Umfeld. Leider ist der Begriff „systemisch“ mehrdeutig und wird in inflationärer Weise benutzt. Wer systemisches Coaching wirklich verstehen will, sollte sich auseinander setzten mit der Theorie komplexer Systeme.

  • Utilisation: Utilisation bedeutet, mit dem, was gerade da ist und genutzt werden kann, einen sinnvollen nächsten Schritt zu gehen. Utilisation lässt sich nur schwer schematisieren, sondern ist ein Skill, den ein Coach sein und ihr Leben lang trainieren kann und sollte. Das Motto lautet hier: Das Hindernis ist der Weg. Im Problem steckt die Lösung.
  • Paradoxe Intervention: die paradoxe Intervention nutzt das Symptom und bringt damit das System dazu, mit dem Symptom an eine Grenze zu stoßen – wenn es noch genug Ressourcen hat, wird damit der Organismus gezwungen, sich wieder einen Weg ohne das Symptom zu überlegen. …mehr dazu
  • Systemische Fragen leuchten das System von möglichst vielen Perspektiven aus und decken damit Zusammenhänge und neue Lösungswege auf. Es gibt eine ganze Reihe an Fragetechniken. Am bekanntesten ist vielleicht die Wunderfrage: Was wäre, wenn du aufwachst und all deine Träume sind in Erfüllung gegangen? Woran würdest du das bemerken? Was würdest du als erstes tun? – Die Wunderfrage lenkt den Geist geschickt auf den Zielzustand und entlockt dem Coachee gleich noch Kriterien, wann dieser erreicht ist.
  • Framing (auch Reframing & Problemframing): welche Relevanz und Konsequenz ein Problem hat, ist immer auch eine Frage des Rahmens, dem man ihm gibt. Indem man einem Problem einen neuen Rahmen, eine neue Perspektive oder ein neues Narrativ gibt, verändert sich das Problem dadurch. Unter Umständen erscheint das Problem dann nicht mehr monumental und vernichtend, sondern geradezu niedlich und lösbar.

Coaching Methoden für die Arbeit mit Unternehmen, Teams & Organisationen

Grundsätzlich gilt, dass die meisten der eben genannten Techniken auch für Teams funktionieren. Der Vollständigkeit halber wollen wir aber hier noch einmal weitere Methoden für Teams auflisten.

Tiefenpsychologisch

  • Theory U und Presencing sind eine bekannte Methode für Gruppenprozesse, die etwas tiefer greifen. Zentraler Schritt ist her das Sich-Verbinden mit dem gegenwärtigen Augenblick und dem träumerisch-kreativen Aspekt deines Bewusstseins.
  • Geführte Meditationen, Traumreisen und Entspannungstechniken: Teams kann man sehr gut dazu anleiten, in die unbewussten Schichten ihres Selbst zu tauchen. Das Schöne dabei ist, dass jeder bei sich ist, und man sich doch direkt im Anschluss über die gemachten Erfahrungen austauschen kann. Mit einem guten Skript, etwas Musik und einer ruhigen, langsamen Sprechweise kann man ein ganzes Team intensive Erfahrungen haben lassen. Mehr dazu kannst du in unserem Hypnose-Online-Kurs erfahren!
  • Dragon Dreaming
  • Facilitation bezeichnet hier eher die höhere Kunst, verzwickte komplexe Gruppenprozesse zu moderieren und dabei auch Unbewusstes zu nutzen, welches bisher noch in der Gruppendynamik verborgen lag.

Verhaltenspsychologisch

  • OKRs strukturieren Ziele, ähnlich der SMART-Goals für Teams & Organisationen
  • Organisationsdesign widmet sich dem Aufbau neuer Organisationen und ist verwandt mit Organisationsentwicklung & Change Management.
  • Gewaltfreie Kommunikation ist ebenso ein wertvoller Ansatz, um Gespräche zu analysieren und Botschaften so zu formulieren, dass sie beim Empfänger möglichst verständnisvoll ankommen können, wertvoll für persönliche Beziehungen als auch in Organisations-Teams.
  • Die Visionspyramide ordnet das Organisationssystem in eine kohärente Ordnung.

Kreativ

  • Walt-Disney-Methode: Diese Methode eignet sich extrem gut, um innerhalb eines Teams eine Problemsituation zu beleuchten und lässt drei verschiedene Anteile zu Wort kommen – den Idealisten, den Kritiker und den Pragmatiker. Mit dieser Methode kann man sehr leicht ein Thema von verschiedenen Seiten betrachten und es bewegt die Teammitgleider dazu, mal out of the box zu denken.
  • Es wurde oben schon erwähnt, aber hier nochmal, weil es so wichtig ist für Teams – Design Thinking. Design Thinking ist gerade für Gruppenprozesse entwickelt worden und führt auf eine ko-kreative Weise zu innovativen Ideen und Strategien. Designt Thinking ist deswegen so stark, weil es ein kreativitätsfreundliches Mindset mit praktikablen Methoden zur Visualisierung von Ideen verbindet und dabei den Menschen und das Team als Ganzes anspricht.
  • Kreative Heuristiken sind Strategien zur Problemlösung und damit eine sehr wertvolle Ausrüstung für jeden Coach.
  • WKW-Frage, WM-Frage: Wie können wir …? Welche Möglichkeiten gibt es, um …? Hier geht es einfach um eine bestimmte Form der Fragestellung, die den Blick auf Möglichkeiten und Lösungen lenkt und die im Coaching-Prozess benutzt werden kann, um für alle Beteiligten das Anliegen klar zu definieren und immer mehr nachzuschärfen. An diesen Fragen können sich dann die verschiedenen anderen Methoden ausrichten und immer mehr Möglichkeiten und Wege zu ihrer Umsetzung offenbaren.

Systemisch

  • Flow-Teams – das ist ein Modell, dass wir selbst entwickelt haben, und was den Flow-Zustand der von Cszikszentmihaly beschrieben worden ist, auf Teams übertragen soll. In dem Modell sind verschiedene Ebenen definiert, die für eine gelungene Kommunikation und einen natürlichen Workflow relevant sind.
  • Aufstellungen sind die bekannteste Methode für systemisches Coaching. Aufstellungen benötigen wirklich viel Sensibilität und Selbstreflexion des Anleitenden. Daher ist eine spezielle Ausbildung für systemische Aufstellungen unumgänglich. Wenn man diese Methode beherrscht, kann man dann sehr viel über die internen Dynamiken und Beziehungsgeflechte in einem Team in Erfahrung bringen.
  • Stakeholder-Maps sind ein einfaches Mittel, um das System bzw. das Netzwerk, in dem sich das Team befindet, in das Bewusstsein zu holen und Bedürfnisse, Ängste und Potenziale der verschiedenen Stakeholder zu beschreiben. Oft ergibt sich aus dieser einfachen Analyse mehr Klarheit über Zielstellung und die nächsten Schritte.
  • Spiral Dynamics als Landkarte für die persönliche & kollektive Entwicklung, ebenso das daran angelehnte Modell Reinventing Organizations. Spiral Dynamics ist nicht in einem klassischen Sinn systemisch, aber da es ein Modell ist, dass die Komplexität der kulturellen Evolution beschreibt und sie gleichzeitig modellhaft reduziert, kann man damit sehr gut arbeiten, um den Einfluss „softer“ gesellschaftlicher Faktoren und den gegenwärtigen Zustand der Organisation und mögliche Entwicklungsschritte zu analysieren. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du dir unseren Online-Kurs zu Spiral Dynamics anschauen.

Sechs Coaching-Prinzipien

Letztlich wichtiger als die Methoden sind die Prinzipien und das Mindset im Coaching, um eine stabile Basis zu schaffen für Reflexion und Kommunikation. Das Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Klient*in ist letztlich das Entscheidende.

  1. Das richtige tun: Verhaltenstherapie & Konditionierung nutzen, um gesunde Gewohnheiten zu etablieren
  2. Ressourcen aufbauen: schöne Erfahrungen, Entspannungsmomente, liebevolle Beziehungen, bewusst genießen, innere & äußere Freiräume schaffen,
    Wissen & Kompetenzen aufbauen für die wichtigen Themen deines Lebens.
    Mehr dazu unter „Utilisation“.
  3. Achtsamkeit kultivieren: nimm die eigenen Bedürfnisse wahr, die Körpersignale, Gefühle und Gedanken…
    Lerne, deine inneren Vorgänge zu beobachten, ohne sie zu bewerten und automatisch darauf zu reagieren.
    Konkret: Atem-MeditationBody ScanMitgefühl …und weitere Achtsamkeits-Methoden – oder zur Anleitung „Achtsamkeits-Methode erfinden“.
  4. Menschliche Psychologie verstehen: Psychoedukation & Lernen über Psychologie, Psychotherapie und gesunde menschliche Entwicklung
  5. Tiefenpsychologie & Psychoanalyse: Ursachen analysieren und dadurch Verständnis, Erkenntnis und Weisheit gewinnen,
    Seit wann kennst du deine Baustellen? Welche Ursachen in Kindheit, Jugend, Schule, ersten Liebeserfahrungen gibt es, die sich bis heute fortpflanzen?
  6. Trauma-Integration: alte Wunden, Mängel und Enttäuschungen in der Kindheit, belastende Beziehungserfahrungen bleiben manchmal so lange, bis sie gänzlich bewusst und in liebevoller Zuwendung beachtet und integriert wurden.

Worträtsel zu Coaching Methoden

Im folgenden Worträtsel sind Ansätze für Coaching Methoden als Begriffe versteckt. Finde die Begriffe, die unter dem Puzzle stehen. Als Belohnung bekommst du einen Gutscheincode. Markiere jeweils den Anfangs- und Endbuchstaben.


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Systemisches Coaching

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Kritik am „Systemischen“ Coaching

»Systemisches Coaching« nicht klar definiert und fußt selten auf überprüften empirischen Ergebnissen. Aus meiner Erfahrung heraus sind oft einige esoterische Seifenblasen dabei, auch wenn die Vertreter mit einer guten Menschenkenntnis und Intuition ausgestattet sind. Im Sinne von »ganzheitlich«, nicht nur symptomatisch, und »more than meets the eye« kann es dennoch sehr wertvoll sein, sich auf diese Spielweise einzulassen.

Um eine Coaching Methode als wirksam bezeichnen zu können, sollte sie in einer randomisiert kontrollierten Studie sich gegenüber einer Vergleichsgruppe als Wirksamer herausgestellt haben als der normale Placebo-Effekt. Meines Wissens ist dies für kaum ein Coaching Methoden der Fall. Das Forschungsgebiet ist aber auch noch sehr jung und viele Coaching Methoden basieren auf der Weitergabe von Erfahrungen. Als signifikantester Wirkfaktor in der Psychotherapie hat sich die Beziehungsqualität herausgestellt, hier also die Beziehungsqualität zwischen Coach und Coachee herausgestellt [1,2]. Die Beziehung sollte vertrauensvoll, achtsam, klar und bewusst gehalten werden können von dem Coach.

Richtig einordnen kannst du Systemisches Coaching mit Hilfe eines wissenschaftlich fundierten Systemischen Weltbilds. Zur ausführlichen Kritik des systemisches Coachings.

Weitere Nützliche Theorien, Modelle und Tools fürs Coaching

  1. Kognitive Verzerrungen beschreiben die Abweichung des Geistes von Realität. Wenn man diese berücksichtigt, lohnt sich auch die Arbeit mit dem
  2. Law of Attraction: beeinflusse dein Verhalten über deine Gedanken & Imaginationen. Etwas fundierter sind Autogenes Training & Selbsthypnose
  3. Das Innere Team ist ein sehr wertvolles Modell zum Verständnis, welche inneren Prozesse und Anteile eigentlich in einem bestimmten Kontext aktiv sind und evtl. gegeneinander arbeiten. Wird oft gehandelt als Teile-Arbeit, insbesondere auch für Aufstellungen.
  4. Die Arbeit mit Trauma sollte nun wirklich Therapeuten vorbehalten sein, ist aber so wichtig, dass sich auch Coaches damit auseinander setzen sollten.
  5. Die Maslowsche Bedürfnispyramide ist ein hierarchisches Modell menschlicher Bedürfnisse, welches heute jeder Schüler kennen sollte. Sie ist jedenfalls sehr wertvoll für die Analyse der eigentlichen Bedürfnisse hinter Problemen. Mathematisch betrachtet sind Bedürfnisse so etwas wie die Quellen des psychodynamischen Kraftfelds.
  6. Die Polyvagal-Theorie ist ein sehr mächtiges Modell zum Verständnis von Ängsten, Traumata und Stress-Reaktionen.
  7. SMART-Ziele helfen beim Setzen guter Ziele. SMART steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert.
  8. Vier-Ohren-Kommunikationsmodell zur Analyse von Aussagen und schwierigen Botschaften.
  9. Ist-Soll-Analyse
    1. Ist-Zustand verstehen
    2. Öffnen für neue Lösungen
    3. Einen Soll- bzw. Zielzustand entwickeln
  10. 15 % Solutions: Was sind die 15 % der Lösung, die du umsetzen kannst, ohne eine andere Person involvieren zu müssen oder Berge zu versetzen? Ohne neue Ressourcen, ohne neues Geld… Z.B. Einfach mal mit dem Chef reden, um die Aufgabenfelder zu reflektieren.
  11. GROW-Coaching ist eine einfache und klare Coaching Technik und steht als Akronym für die vier Schritte Goal – Reality – Options – Way forward.
  12. Achtsamkeitsübungen bieten eine Schatzkiste für Coaching Methoden.

Bonus: Witzige Geschichte für Framing

Ein witziges Beispiel für erfolgreiches Framing ist folgender Brief einer Studentin an ihre Eltern:

Liebe Mama & Papa,
Es tut mir leid, dass ich nicht schon früher mal geschrieben habe, aber leider hatte ich einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung, weil ich aus dem Fenster gesprungen bin, nachdem im Wohnheim ein Feuer ausgebrochen war. Ich war nur zwei Wochen im Krankenhaus, und jetzt kann ich schon fast wieder normal sehen und bekomme nur noch einmal am Tag diese elenden Kopfschmerzen.
Zum Glück sah ein Tankwart von der Tankstelle nebenan das Feuer und meinen Sprung aus dem Fenster: er hat die Feuerwehr und den Krankenwagen gerufen. Er besuchte mich im Krankenhaus, und weil ich ja wegen des Brands nicht wusste, wo ich hin sollte, konnte ich erst mal in seiner Wohnung unterzukommen. Er ist ein echt toller Typ und wir haben uns wahnsinnig ineinander verliebt und wollen heiraten. Das genaue Datum steht noch nicht fest, aber das Ganze soll noch über die Bühne gehen, ehe man mir meine Schwangerschaft ansieht. Ich weiß, dass ihr ihn mit offenen Armen in unsere Familie aufnehmen werdet.
Er ist sehr nett und hat zwar keine abgeschlossene Ausbildung, ist aber ehrgeizig.

Jetzt, wo ich euch auf den neuesten Stand gebracht habe, möchte ich euch mitteilen, dass es keinen Brand im Wohnheim gab, ich keine Gehirnerschütterung und keinen Schädelbruch hatte, nicht im Krankenhaus war, nicht schwanger bin, nicht verlobt und dass es keinen Freund gibt. Allerdings habe ich eine Fünf in Geschichte und eine Sechs in Chemie, und ich wollte, dass ihr diese Zensuren im richtigen Verhältnis seht.

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Noch mehr Artikel rund um Coaching Methoden:

[1] T. Asay, M. Lambert: Empirische Argumente für die allen Therapien gemeinsamen Faktoren: Quantitative Ergebnisse. In: M. Hubble, B. Duncan, S. Miller (Hrsg.): So wirkt Psychotherapie. Empirische Ergebnisse und praktische Folgerungen. Verlag modernes Leben, Dortmund 2001, S. 41–81.

[2] Louis G. Castonguay & Clara E. Hill: How and why are some therapists better than others? Understanding therapist effects.American Psychological Association, Washington DC 2017, ISBN 978-1-4338-2771-6, S. 152–153 f.

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