Beim Schach gewinnt derjenige, der die möglichen weiteren Schritte & Strategien durchspielen kann – und sich dann für die Züge entscheidet, nach denen er
- weiterhin sicher & gut steht,
- nächste Schritte für Taktiken & den Siege ermöglicht.
So funktioniert auch Zukunftsforschung oder Futuring: wir suchen Strategien, die uns für die Zukunft
- Sicherheit & Stabilität, aber auch
- Vorteile & das Nutzen von Chancen ermöglichen.
In die Zukunft schauen wie Schach spielen?
Schach ist bereits ziemlich kompliziert: es ergeben sich über 1043 mögliche Stellungen. Natürlich kann kein Mensch alle durchdenken. Wir können aber:
- grundlegende Taktiken beherrschen (beim Schach: Spieß, Gabel, Abzug, Fesselung, Ablenkung, Überlastung, Abzugsschach),
- wesentliche Strategien kennen (Zentrum beherrschen, König in Sicherheit, Offiziere ins Spiel bringen, Königsangriff ermöglichen, wichtige Linien besetzen)
- mögliche Szenarien analysieren & miteinander vergleichen, um sich für das bestmögliche (bzw. am wenigsten schlechte) Szenario zu entscheiden
- Signale für Risiken wahrnehmen (möglicher Damen- oder Königsangriff durch die Gegenseite)
- die aktuelle Stellung bewerten – und schauen, wie wir unsere Stellung durch den nächsten Zug verbessern oder zumindest nicht verschlechtern.
Wie gut das gelingt, ist nicht zuletzt eine Sache des Trainings und der Konzentration: auch dem besten Spieler gehen bei Müdigkeit bestimmte Signale durch die Lappen und es werden Gewinnszenarien übersehen.
Aber menschliche Systeme sind komplexer als strategische Planung
Die menschliche Realität ist natürlich ungleich viel komplexer als ein Schachspiel: wir sind Umweltereignissen ausgesetzt, unsere Mitmenschen handeln oft ähnlich unvorhersehbar, ökonomischer Erfolg hängt von vielen Zufällen ab.