[Theapie & Coaching] Inspirierende Geschichten – Zum Nachdenken

Inspirierende Geschichte einer Exorzierung durch Konfrontation

Der Schulleiter eines nahe gelegenen Dorfes kam mit einem seiner Assistenten eilig angerannt, um Ajahn Chah um Hilfe zu bitten.Eine der Dorffrauen war am Abend zuvor von einem gewalttätigen und bösen Geist besessen worden. Sie konnten ihr nicht helfen, also brachten sie sie zum berühmten Mönch. Während sie mit Ajahn Chah sprachen, war ein Schreien zu hören.

Ajahn Chah befahl sofort zwei Novizen, ein Feuer zu machen und etwas Wasser aufzukochen. dann sagte er zwei weiteren Novizen, sie sollten ein großes Loch in der Nähe seiner Hütte graben. Keiner der Novizen wusste warum.
Vier starke Dorfmänner, zähe Reisbauern, konnten die sich windende Frau kaum fassen. Als sie sie durch eines der heiligsten Klöster zerrten, schrie sie mit den derbsten Schimpfwörtern.
Ajahn Chah sah sie und bellte die Novizen an: „Grabt schneller! Bring das Wasser zum Kochen! Wir brauchen ein großes Loch und viel kochendes Wasser.“

Nicht einmal die Mönche und Dorfbewohner unter Ajahn Chahs Hütte ahnten, was er vorhatte.
Als sie die schreiende Frau unter Ajahn Chahs Hütte zogen, schäumte sie buchstäblich vor dem Mund. Ihre blutroten Augen weiteten sich vor Wahnsinn. Und ihr Gesicht nahm verrückte Verrenkungen an, als sie grobe Obszönitäten nach Ajahn Chah schleuderte. Weitere Männer machten mit, um die spuckende Frau festzuhalten.
„Ist das Loch schon gegraben? Schnell! Ist das Wasser gekocht? Schneller!“ Ajahn Chah übertönte das Schreien der Frau. „Wir müssen sie in das Loch werfen. Gießt das kochende Wasser über sie. Dann begrabe sie. Nur so kann man diesen bösen Geist loswerden. Schneller graben! Noch mehr kochendes Wasser!“
Wir hatten aus Erfahrung gelernt, dass niemand sicher sein konnte, was Ajahn Chah tun könnte. Er war selbst Unsicherheit in Form eines Mönchs. Die Dorfbewohner dachten sicherlich, er würde die besessene Frau in das Loch werfen, sie überall mit kochendem Wasser verbrühen und sie begraben. Und sie würden ihn aus Überforderung gewähren lassen. 
Das muss die Frau auch gedacht haben, denn sie begann ruhig zu werden.

Bevor das Loch fertig war und bevor das Wasser gekocht wurde, saß sie ruhig in der Ruhe der Erschöpfung vor Ajahn Chah und erhielt anmutig einen Segen, bevor sie sie sanft nach Hause führten.

Brillant: Ajahn Chah wusste, dass jeder von uns, besessen oder einfach nur verrückt, etwas Mächtiges in sich hat, das Selbsterhaltung genannt wird. Er drückte geschickt und sehr dramatisch den Selbsterhaltungsknopf in ihr und ließ die Angst vor Schmerz und Tod den Dämon, der sie besaß, austreiben.
Das ist Weisheit: intuitiv, ungeplant, unwiederholbar.

… aus: Geschichte einer Exorzierung durch kreative Konfrontation

Die inspirierenden Geschichten von Milton Erickson

Mit 17 Jahren erlitt Milton Erickson einen schweren Fall von Kinderlähmung (Polio) und war daraufhin an den Stuhl gefesselt und konnte sich nicht bewegen. In dieser Zeit, so Erickson, beobachtete er sehr genau das Verhalten der Menschen in seiner Umgebung und entdeckte, wie komplex Kommunikation ist: Worte, Mimik und Gestik können widersprüchlich, doppeldeutig sein, Doppelbotschaften (double takes) oder sogar Dreifachbotschaften (triple takes) senden. Dabei beobachtete Erickson, wieviele subtile Faktoren Kommunikation beeinflussen, insbesondere Tonfälle, subtile Bewegungen, Gesten. Dies nutzen z.B. auch Mentalisten für ihre Tricks. Und Erickson lernte, die subtilen Botschaften zu utilisieren, wenn er später Menschen behandelte und sie besser durchschaute als die Menschen sich selbst.

…aus: Utilisation: Probleme werden Freunde [4 Beispiele]

Zwei inspirierende Geschichten über paradoxe Intervention von Milton Erickson

Die Geschichte von Ruth

Milton Erickson erzählte die Geschichte von Ruth, einem zwölfjährigen, sehr liebenswürdigem Mädchen in der Psychiatrie. Die alten Schwestern warnten die neuen Krankenschwestern stets vor ihr: sie reiße einem die Kleidung vom Leib oder bricht einen Arm oder einen Fuß. Und tatsächlich, nahm Ruth neue Schwestern schnell für sich ein und bat sie dann z.B. ein Eis zu holen. Sie nahm das Eis und bedankte sich, und trat dann aber zu, sprang auf den Fuß oder zerrte an der Kleidung. Für Ruth war das Normalität.

Erickson besprach sich mit dem Leiter der Anstalt, denn er hatte eine Idee, und holte sich grünes Licht für sein Vorhaben. Eines Tages kam ein Anruf: Ruth ist schon wieder am Durchdrehen. Erickson ging sofort in die Abteilung. Ruth hatte den Putz aus den Wänden gerissen und ihren Schlafanzug zerfetzt.

Erickson ging hin und half ihr, das Bett zu zerstören. Er schlug mit ihr Scheiben ein, sie verbogen Rohre und brachen alle möglichen Dinge ab. Alsbald sah Erickson sich im Raum um und sagte: „Ruth, hier im Raum gibt es nichts mehr, lass uns in einen anderen Raum gehen.“ Ruth sagte: „Sind sie sicher, dass Sie das tun dürfen, Dr. Erickson?“ „Klar, ist doch ein Riesen-Spaß, oder nicht?“

Als sie dann den Korridor entlang liefen, begegneten sie einer Schwester. Erickson riss ihr die Uniform vom Leibe, sodass sie nur noch in BH und Unterhose da stand. Und Ruth sagte: „Dr. Erickson, sowas macht man nicht.“ Sie rannte in den Raum und holte Bettlaken und gab sie der Krankenschwester. Seitdem war Ruth ein liebes Mädchen. Die Krankenschwester war natürlich eingeweiht…

…aus: Paradoxe Intervention [mit Anleitungen]

Der Mann, der sagte, er sei Jesus

Ein bekanntes Beispiel, das in dem hörenswerten Podcast zum Thema Erickson und Utilisation erwähnt ist, ist ein Fall einer Schizophrenie, in der sich der Betroffene für Jesus hielt. Vom Alltagsverstand würde man mit einem solchen Patienten vermutlich anfangen zu diskutieren, dass er nicht Jesus und verrückt sei. Bzw. würde ein normaler Psychiater schnell Antipsychotika verschreiben. Doch Erickson ging anders vor!

Er fragte ihn schlicht: „Ich habe gehört, sie sind der Sohn eines Zimmermanns?“ Diese Frage bejahte der Patient. Daraufhin erklärte ihm Erickson, dass noch ein Bücherregal im Büro benötigt sei. Sicherlich musste er diese Aufgabe allein schon aus Nächstenliebe annehmen, also machte er einen Plan und besorgte alle Materialien und baute mit viel Akribie an dem Bücherregal. Diese Aufgabe nahm den Patienten so sehr ein, dass er seinen Jesus-Wahn allmählich vergaß. Das Erfolgserlebnis des gebauten Bücherregals brachte ihn in einen neuen Zustand und öffnete ihn für die weiter Therapie.

Inspirierende Geschichte von Abraham Lincoln

Es gibt wahrscheinlich kein besseres Beispiel für Scheitern und Beharrlichkeit als die von Abraham Lincoln:
Dies war ein Mann, der im Alter von 21 Jahren im Geschäft versagte;
wurde im Alter von 22 Jahren in einem Legislativrennen besiegt;
scheiterte erneut im Alter von 24 Jahren im Geschäft;
überwand den Tod seiner großen Liebe im Alter von 26 Jahren;
hatte im Alter von 27 Jahren einen Nervenzusammenbruch;
verlor im Alter von 34 Jahren ein Kongressrennen;
verlor ein senatorisches Rennen im Alter von 45 Jahren;
scheiterte bei dem Versuch, im Alter von 47 Jahren Vizepräsident zu werden;
verlor ein senatorisches Rennen im Alter von 49 Jahren;
und wurde im Alter von 52 Jahren zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Die inspirierende Geschichte von Dashrath Manjhi

Dashrath und seine Frau Falguni Devi lebten in einfachsten Verhältnissen im Gahlour der indischen Provinz Bihar. Als sich seine Frau 1959 schwer verletzte, versuchte Dashrath, sie zum nächstgelegenen Arzt zu bringen. Dieser befand sich im naheliegenden Ort Gaya, welcher durch eine unwegsame Hügelkette von seinem Heimatdorf getrennt ist. Durch diese verlängert sich die Wegstrecke von 8 km Luftlinie auf 70 km. Durch den Zeitverlust des Umweges überlebte seine Frau den Weg zum Arzt nicht.

Nach diesem Erlebnis beschloss Dashrath, die Wegstrecke eigenhändig zu verkürzen und so den Dorfbewohnern leichteren Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Von 1960 bis 1982 legte er in täglicher Arbeit einen 110 m langen, 9 m breiten und bis zu 7,5 m tiefen Einschnitt durch einen Berg an. Hierdurch verkürzte sich die Strecke nach Gaya auf 15 km.

Zuerst wurde er von den anderen Dorfbewohnern belächelt, aber schließlich unterstützen sie ihn mit Essen und beim Kauf seiner Werkzeuge. Durch den Straßenbau wurde er vor allem in Indien als „Mountain Man“ bekannt, erhielt aber auch weltweite Anerkennung.

Aus Wikipedia


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