Inneres Team

Das innere Team ist ein Modell von Schulz-von-Thun, welches allgemein die inneren Anteile als Teammitglieder innerhalb einer Person begreift. Diese Teammitglieder können alles mögliche sein, z.B. die Ängstliche, der Hedonist, der Kümmerer, der Hurenbock etc. Jeder Mensch tendiert je nach Lebensphase und Situation dominierende innere Anteile zu haben, die sich dann in seinem Verhalten und in der Interaktion mit seinem sozialen Umfeld ausprägen. Diese typischen Anteile heißen Archetypen und sind z.B. von Carl Gustav Jung ausführlich beschrieben worden.

12 Archetypen nach Jung im inneren Team

  1. Der Weise
  2. Der Unschuldige
  3. Der Entdecker
  4. Der Herrscher
  5. Der Schöpfer
  6. Der Fürsorgliche
  7. Der Magier
  8. Der Held
  9. Der Rebell
  10. Der Liebende
  11. Der Narr
  12. Der Jedermann

Dass diese Archetypen immer wieder auftreten in menschlichem Verhalten deutet daraufhin, dass sie hard-coded sind und es eine neuro-biologische Grundlage im Homo Sapiens und seiner Entstehung gibt.

Meine Hypothese: Sie entstehen als Superposition aus zentralen neurologischen Prozessen und Rollen in sozialen Gemeinschaften.

Arbeit mit dem Inneren Team

Bei der Aufstellung deines eigenen inneren Teams geht es um die Aufdeckung und Benennung von Unterstützern und Hinderern.

Wir nennen sie auch Licht- und Schattenanteile. Sie beziehen sich auf deine Ziele oder deine Vision. Welche Anteile unterstützen dich in deinem Vorhaben? Welche inneren Teammitglieder blockieren dich in deinem Handeln?

Was steckt dahinter? Was wäre eine typische Aussage des jeweiligen Teammitgliedes und inwiefern kannst du es fördern bzw. abschwächen? Welche Emotion geht mit diesem Anteil einher?

Anwendungsbeispiel für die Arbeit mit dem Inneren Team

Anleitung zur Arbeit mit dem Inneren Team

Das innere Team ermöglicht eine schöne Reflexions-Übung. Unsere Einladung an dich: Sei hier ganz ehrlich zu dir selbst.

Nimm dir hierfür 15-20 Minuten Zeit, in der du ungestört bist.

      1. Öffne HIER das Template zum inneren Team.
      2. Füge eine neue Folie ein: Menü > Einfügen > Neue Folie. Oder durch die Tastenkombination Strg + M (Windows) bzw. Ctrl + M (iOS). Eine dritte Variante: letzte Folie anklicken und danach die Enter-Taste drücken.
      3. Rekapitualiere was du gerne ändern bzw. erreichen möchtest und rufe es dir vor dein inneres Auge.
      4. Überlege dir nun, welche deiner inneren Anteile du bereits benennen kannst und welche davon jetzt relevant sind. Welche „Rollen“ nimmst du häufig ein in Interaktion mit anderen? Bist du häufig neugierig, dominant, pessimistisch oder stets die Person, die es allen recht machen möchte? Welche Emotion steckt hinter deinem jeweiligen Verhalten?
      5. Notiere jeweils mind. drei Licht- und Schattenanteile auf deinem Template. Gebe deinem Teammitglied einen selbstgewählten Namen, wie z.B. „Der Partylöwe“, skizziere kurz seine Eigenschaften und lege ihm ein Zitat in den Mund, welches seine Einstellung offenlegt, z.B. „Spaß geht vor!„. Wichtig ist, dass du greifen kannst, inwiefern dieser Anteil dich unterstützt bzw. dich limitiert. Benenne nun die Emotion dahinter, wie Angst oder Freude.

        Deine Lichtanteile sind Teammitglieder, die dich in deinen Zielen unterstützen, dich stärken und dir als Ressourcen dienen.
        Beispiel: „Ich will Neues lernen!“ Dieser wissbegierige Anteil könnte dich darin unterstützen ein Ziel zu erreichen, bei dem fachliche Weiterbildung wichtig ist. Die Emotion dahinter könnte Neugierde sein.

        Deine Schattenanteile sind Teammitglieder, die dich eher blockieren und von deinen Zielen abhalten.
        Beispiel:Ich schaffe das allein„. Dieses Zitat könnte von deinem unabhängigkeitsliebenden Anteil stammen, der sich strikt weigert angebotene Hilfe von Außen anzunehmen. Die Emotion dahinter mag Stolz sein.Hinweis: Nicht alle Anteile können per se Licht oder Schatten zugeordnet werden. Achte hier darauf, ob du sie in deinem gewählten Kontext als Ressource nutzen kannst oder ob sie dein Vorhaben behindern, auch wenn sie in anderen Kontexten vielleicht eine große Hilfe wären.

Vertiefung und Einbettung für solche Übungen findest du im Online-Kurs „Creative Self“ und den weiterführenden Kursen.

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