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Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie ist eine Anwendung der Hypnose auf die Arbeit mit dem inneren Team. Dabei wird außerdem die Transaktionsanalyse als Spzialform des inneren Teams genutzt.

Was ist Hypnose?

Hypnose ist nicht nur ein faszinierender menschlicher Zustand mit besonderen Fähigkeiten, sondern auch ein mächtiges therapeutisches Instrument. In der Ego-State-Therapie heiratet Hypnose die Transaktionsanalyse und das innere Team. Während der Hypnose soll eine Person einen erhöhten Fokus und eine erhöhte Konzentration haben [1].

Hypnose ist ein Prozess zur Unterstützung der Fokussierung oder auch psychologischer Dissoziation. Durch Hypnose kann sich die Therapie auf einen einzelnen Ich-Zustand oder einen Teil der Persönlichkeit konzentrieren und andere Teile ausblenden (dissoziieren). Damit kann der Therapeut verdeckte Ego-Zustände aktivieren, die sich in einer multiplen Persönlichkeit verstecken. Wenn ein verdeckter Ich-Zustand nur durch Hypnose hervorgerufen werden kann, betrachten wir dies nicht als eine echte multiple Persönlichkeit und es sollte nicht diagnostiziert werden. Da Hypnose quasi eine Form der Dissoziation ist, ist es nicht überraschend, dass gute hypnotische Subjekte häufig verdeckte Ego-Zustände in ihrer Persönlichkeit manifestieren, ohne psychisch krank zu sein.

Die Transaktionsanalyse

Die Transaktionsanalyse ist eine psychoanalytische Theorie und Therapiemethode, bei der soziale Transaktionen analysiert werden, um den Ich-Zustand des Patienten (elterlich, kindlich oder erwachsen) als Grundlage für das Verständnis des Verhaltens zu bestimmen. In der Transaktionsanalyse wird dem Patienten beigebracht, den Ich-Zustand zu ändern, um emotionale Probleme zu lösen. Eric Berne entwickelte Ende der 1950er Jahre das Konzept und Paradigma der Transaktionsanalyse.

Ego-Anteile in der Transaktionsanalyse

  • Eltern-Ich, unterteilt in fürsorgliches und kritisches Eltern-Ich
  • Erwachsenen-Ich
  • Kind-Ich, unterteilt in angepasstes, freies und rebellisches Kind-Ich

Transaktionsanalyse - Teamentwicklung - IKIGAI - Das innere Team - Systemisch - Spiral Dynamics - Heldenreise

Inneres Team

Das innere Team ist ein Modell von Schulz-von-Thun, welches allgemein die inneren Anteile als Teammitglieder innerhalb einer Person begreift. Diese Teammitglieder können alles mögliche sein, z.B. der Vater, der treue Freund, die Göttin, der Hurenbock etc. Meist tauchen bestimmte Anteile immer wieder auf, sowohl innerhalb einer Person als auch bei Menschen im Allgemeinen. Diese typischen Anteile heißen Archetypen und sind z.B. von Carl Gustav Jung ausführlich beschrieben worden.

12 Archetypen nach Jung im inneren Team

  1. Der Weise
  2. Der Unschuldige
  3. Der Entdecker
  4. Der Herrscher
  5. Der Schöpfer
  6. Der Fürsorgliche
  7. Der Magier
  8. Der Held
  9. Der Rebell
  10. Der Liebende
  11. Der Narr
  12. Der Jedermann

Neurowissenschaftliche Analyse des inneres Teams

Dass diese Archetypen immer wieder auftreten in menschlichem Verhalten deutet daraufhin, dass sie hard-coded sind und es eine neuro-biologische Grundlage im Homo Sapiens und seiner Entstehung gibt.

Meine Hypothese: Sie entstehen als Superposition aus zentralen neurologischen Prozessen und Rollen in sozialen Gemeinschaften.

Zum Beispiel aktiviert das Default-Mode-Network, wenn der Mensch nichts tut, ein gewisses Tagträumen, welches sich als Rumspinnen im Narr wiederspiegelt.

Ein besonders gebildeter Mensch, der viel gelernt hat, wird zum Weisen. Die Neugier (mit den Hormonen Dopamin, Serotonin) ist ein Antrieb, der Menschen zum Entdecker werden lässt. Wenn sie erfolgreich für eine Gruppe Probleme gelöst haben, werden sie zum Helden.

Wie jedes Gruppentier gibt es in menschlichen Rudeln Hierarchien, in denen es Alpha-Tiere gibt (Herrscher), Mitläufer (Beta-/Gamma-Tiere / Jedermann). Die Gegenspieler der Alpha-Tiere werden oft Omega genannt (entspricht dem Rebell). Nach Macht aufstrebende Menschen müssen besonders raffiniert sein, wie ein Zauberer.

Liebende Menschen haben besonders aktive Geschlechtshormone und Oxytocin. Eltern kommen gegenüber ihren Kindern vor allem in die Rolle der Fürsorglichen.

 

[1] Segi, Sherril (2012). „Hypnosis for pain management, anxiety and behavioral disorders“. The Clinical Advisor: For Nurse Practitioners15 (3): 80. ISSN 1524-7317.

Informationen stammen zu weiten Teilen aus Wikipedia.

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