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Visionspyramide: 4 Ebenen eines klaren menschlichen Systems

Unsere bewusste Aufmerksamkeit hält maximal 7 Informationseinheiten gleichzeitig aus, alles darüber hinaus wird ausgeblendet, ans Unbewusste verwiesen, und erzeugt im schlechtesten Fall Überforderung oder Verwirrung. Wir sollten Klarheit schaffen, wo immer es geht, um das meiste aus unserer Lebensenergie zu machen, und auch um anderen Menschen zu helfen, gut mit uns umzugehen und uns das zu geben, was wir brauchen. 7 Informationen. Gibt es Wiedersprüche innerhalb dieser 7 Informations-Chunks, kommt es zu einer kognitiven Dissonanz, etwas stimmt nicht, unser Nervensystem sucht nach Auflösung… neue Gedanken und Emotionen kommen hinzu, und die eigentlich wichtigen sind vielleicht schon längst wieder aus dem Fokus geraten. Was war noch einmal wichtig? Da eine Vision, sofern vorhanden, die abstrakteste, langfristigste Ressource ist, nach dem sich im Idealfall alle anderen Ressourcen unterordnen, heißt dieses Modell Visionspyramide. Die Visionspyramide schafft Ordnung in deiner inneren Ausrichtung.

Klarheit schaffen für ein menschliches System

Folgende Ebenen spielen meist eine Rolle für die persönliche und soziale Entwicklung:

  1. konkrete Verhaltensweisen
  2. Prozesse & Gewohnheiten
  3. Kompetenzen & Ressourcen
  4. Prinzipien, Regeln
  5. Werte
  6. Selbstbild, Identität, Mission
  7. langfristige Vision (…mehr zur Visionsfindung)

Video-Beispiel für die Erarbeitung einer Visionspyramide

Visionspyramide für Organisationen & Existenzgründungen

Besonders wertvoll ist die Visionspyramide, um auf das kognitive System einer Organisation oder eines Unternehmens zu schauen.

Im besten Fall sind Vision & Kultur klar ausgedrückt in dem alltäglichen Verhalten und in den Prozessen der Organisation. Kunden mit einem Problem und einer offenen Frage finden an der Organisation Klarheit bzw. eine Lösung für ihr Problem. Die Werte spiegeln sich in jedem Schritt der User Journey wieder. Das Produkt oder die Dienstleistung drückt sich vor allem in der User Journey aus. Die Kompetenzen aller Personen dienen dazu, möglichst viel Wert in der User Journey zu vermitteln und die langfristige Vision zu erfüllen. Auf dem Weg dahin bietet die Kultur mit den Werten und Prinzipien der Organisation Orientierung.

Wenn diese Pyramide klar ist, lässt sich die Organisation auch gut skalieren und kann langfristig erfolgreich werden.

Die persönliche Organisationspyramide

Doch auch du selbst bist ein menschliches System mit einem so komplexen Gehirn, dass all die Meta-Ebenen für dein individuelles Leben und Arbeiten relevant sind. Wenn du vor einer Herausforderung stehst, vor einem Traum, vor einem Problem, kannst du alle Ebenen von den geplanten Verhaltensweisen bis zum Selbstbild und der Vision für dich persönlich definieren, um eine möglichst klare innere Ausrichtung zu bekommen, wenn du dich der Herausforderung widmest und sie anderen Menschen erklärst.

Verwandt: Meta-Ebenen der Sprache

Eine ähnliche Pyramide findet man bei Robert Dilts als logische Ebenen der Sprache, meistens bezogen auf den Menschen als Individuum. Wir interessieren uns hier mehr für den Querschnitt einer Organisation. Dieses wiederum beruht auf NLP und der Analyse der Arbeit von Milton Erickson, der Urvater der modernen Hypnose und des NLP. Darin steigern sich die Ebenen der Pyramide von konkret, unten, nach abstrakt, oben. Die oberen Ebenen regieren dabei die unteren Ebenen mit, organisieren sie von einer höheren Ordnung aus.

Wie ich mit der Visionspyramide die logischen Ebenen nach Dilts für mich erfand! 

Anekdote: Ich saß in den Tessiner Bergen und versuchte Ordnung in alle meine Projekte und Beratungsprozesse zu bringen und sie hierarchisch zu sortieren: Auf welcher Ordnungs-Ebene einer Organisation arbeite ich jeweils? Das Ergebnis war eine ca. 10-stufige Pyramide. Ich nannte sie dann die Visionspyramide. Neben mir saß eine erfahrene Schulentwicklerin und rief freudig: „Oh, du arbeitest mit den logischen Ebenen nach Dilts!“ und ich sagte, „Hä?“… und so erfuhr ich, dass mein Konzept Sinn macht und schon vor vielen Jahren von Robert Dilts sehr ähnlich und erfolgreich definiert wurde.

Hier ein Foto von dem schönen Ausflug mit der Lernkulturzeit:

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