[Theorie] Lernen durch Konstruktivismus

Der Konstruktivismus basiert auf der Annahme, dass Lernende ihr Wissen konstruieren auf der Grundlage ihrer Erfahrungen und bisherigen Kenntnisse.

Bestandteile des konstruktivistischen Lernens sind:

  1. Kognitive Dissonanz: Untersuchungen haben gezeigt, dass Lernende häufig Widersprüche und Inkonsistenzen in ihrem Wissen erkennen und versuchen, diese durch die Anpassung ihrer Vorstellungen aufzulösen.
  2. Schemata: Untersuchungen haben gezeigt, dass Lernende auf der Grundlage ihrer vorherigen Erfahrungen und Verständnisse schematische Strukturen entwickeln, die ihnen helfen, neue Informationen zu organisieren und zu verarbeiten.
  3. Transfer: Untersuchungen haben gezeigt, dass Lernende dazu in der Lage sind, erworbenes Wissen auf neue Situationen anzuwenden, wenn es auf ihre vorherigen Erfahrungen und Verständnisse bezogen ist.
  4. Metakognition: Untersuchungen haben gezeigt, dass Lernende dazu in der Lage sind, ihre eigenen Lernprozesse bewusst zu reflektieren und zu steuern.
  5. Aktives Lernen: Untersuchungen haben gezeigt, dass Lernende am effektivsten lernen, wenn sie aktiv beteiligt sind und ihr Wissen durch Erfahrungen und Interaktionen konstruieren. Dies führt zur Ideen vom erfahrungsbasiertem Lernen.

 

Empirische Grundlage für Konstruktivismus

Nach meinem Wissensstand gibt es kein solides empirisches Modell für den Konstruktivismus, aber der Konstruktivismus ist selbst quasi eine Anwendung von empirischer Wissenschaft auf Lernen ohne wissenschaftlichen Anspruch nach dem empirischen Zyklus von:

  1. Experiment
  2. Auswertung der Daten
  3. Modell entwickeln, welches die Daten erklärt
  4. überprüfbare Hypothesen ableiten

 

What fires together, wires together

Die bietet Hebb’sche Lernregel bietet eine sinnvolle Begründung für den Konstruktivismus: Je mehr Sinne, Erfahrungen und Vorwissen aktiviert werden, desto intensiver kann ein Lernprozess synthetisiert werden und auf neuronaler Ebene verankert durch neue synaptische Verbindungen.

Auch das Verstehen des Gehirns als neuronales Netz hilft: es muss trainiert werden durch eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben mit Feedback darauf, wie die Aufgabe richtig gelöst werden kann. So kann mit der Zeit über viele Aufgaben und Erfahrungen hinweg solides Wissen und Kompetenz konstruiert werden.

 

Hattie’s Faktoren

sprechen für Konstruktivismus durch:

  • Scaffolding,
  • Problemlösen,
  • Conceptual Change Programs,