Coaching Kompetenz

Coaching hilft dabei, sich selbst zu reflektieren, Erkenntnisse daraus zu ziehen und sinnvolle Entscheidungen zu treffen – doch dafür braucht es eine Person mit Coaching Kompetenz.

Was ist Coaching?

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe. Mithilfe von Ansätzen aus der positiven Psychologie lernen Menschen, über sich selbst herauszuwachsen. Die Schlüssel-Coaching-Kompetenz besteht darin, die richtigen Fragen zu stellen, um dem Einzelnen zu helfen, seine eigenen Probleme zu bearbeiten.

Ein Coaching ist keine Psychotherapie, auch wenn die Grenzen fließend sein können: Coaching arbeitet grundsätzlich nicht mit psychischen Krankheiten, d.h. allem, was im ICD10 definiert ist.

Coaching Ziele

Coaching dient der Persönlichkeitsentwicklung sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. werden Herausforderungen bewältigt, Erkenntnisse hervorgebuddeltdas Unbewusste an die Oberfläche gebracht werden. Eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster sollen so aufgedeckt und bewusst gemacht werden.

Eine andere einfache Erklärung: Coaching ist das positive Gegenstück zur Psychotherapie. Während Psychotherapie sich pathologischen, klinisch relevanten persönlichen Problemen und psychischen Störungen widmet, dient Coaching im nicht-klinischen Bereich der positiven Entwicklung.

Eine Grundannahme des Coachings ist, dass ein Mensch die Antworten auf seine eigenen Probleme in sich selbst trägt. Ein Coach agiert nicht als Lehrer, sondern hilft seinen Klienten dabei, sein eigenes Potenzial zu erkennen.

Ein erfolgreiches Coaching ist interaktiv und lebt von der Zusammenarbeit von Coach und Coachee. Dabei werden Blickwinkel offengelegt und reflektiert. Systemische Fragetechniken helfen, wenn es um die Klärung komplexer Zusammenhänge geht. Das Ziel des Coachings besteht nicht darin, Lösungsmuster anzulegen, sondern ermöglicht dem Coachee, seine eigenen individuellen Strategien zu entwickeln. Der Coach selbst bleibt in diesem Prozess neutral und verfolgt keine eigenen Ziele.

Leitprinzipien für mehr Coaching Kompetenz

  • minimiere das »Fischen im Dunkeln«
  • maximiere Klarheit und Wachheit
  • optimiere das Signal-to-Noise Ratio, d.h. das Signal im Rauschen
  • Spüre die inneren Spannungen beim Coachee auf schaue, wo die maximale Spannung liegt

Fallbeispiele für Coaching

Es gibt viele sehr unterschiedliche Gründe, um ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Einige davon werden hier exemplarisch dargestellt:

Auftritt vor öffentlichem Publikum

Manche Menschen können großartige Reden schreiben, sind aber nicht in der Lage, diese vor Publikum vorzutragen. Lampenfieber sorgt für zittrige Hände, Schweißausbrüche und Stottern. Das kann in vielen Fällen zu Problemen führen. Ein Coach hilft dabei, negative Erinnerungen an ähnliche Situationen an die Oberfläche und macht es damit möglich, mit der Situation verbundene Ängste zu bekämpfen.

Sportliche Höchstleistung

Wenn sich ein Leistungssportler auf einen wichtigen Wettkampf vorbereitet, genügt nicht nur das körperliche Training, sondern es bedarf auch mentalen Anstrengungen. Coaches gehen mit den Spitzensportlern alle möglichen Szenarien eines Wettkampfes durch und ermöglichen auch die Analyse vergangener Wettkämpfe. Durch die Stärkung von positiven Emotionen werden neuronale Verbindungen geschaffen, die Kraft und Ausdauer deutlich erhöhen.

Methoden für Coaching im Sport: Hypnose, Autogenes Training, Law of Attraction

Business Coaching

Auch erfolgreiche Führungskräfte und Manager benötigen von Zeit zu Zeit Unterstützung und Beratung. Dabei geht es häufig darum, die Selbst- oder Beziehungskompetenz stärken und erweitern. Während des Coachingprozesses werden reale Situationen durchgespielt, um konkrete Herausforderungen zu meistern. Coaching als Instrument der Personalentwicklung soll dazu dienen, Mitarbeiter zu unterstützen und zu stärken, ihre Selbststeuerungsfähigkeit zu fördern oder Konflikte zu lösen. Die individuelle Förderung durch ein Coaching führt meist zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und Motivation.

Methoden für Business Coaching: Führungskompetenz schulen, Mitarbeitergespräche simulieren, Aufstellungen, positives Selbstbild entwickeln

Coaching-Kompetenzen entwickeln

Unabhängig von einer Coachingausbildung gibt es grundlegenden Fähigkeiten und Eigenschaften, die ein Coach haben muss. Dazu gehören moderne 21st Century Skills, die heute für den Erfolg in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz des 21. Jahrhunderts maßgeblich sind. Dies umfasst Fähigkeiten wie analytischem Denken, komplexe Problemlösungsorientierung und Teamarbeit.

Um als Coach erfolgreich zu sein, ist es wichtig, an anderen Menschen interessiert zu sein. Ein Coach muss gut zuhören können und verfügt über ein hohes Maß an Empathie, Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung. Darüber hinaus braucht es soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen.

Ein Coach muss ein guter Zuhörer sein. Eine positive Lebenseinstellung ermöglicht es, dem Coachee die positiven Aspekte von Veränderungen zu vermitteln. Da Coaches prozessorientiert arbeiten, müssen sie in der Lage sein, unterschiedliche Situationen strukturiert und aufeinander bezogen zu betrachten.

Als Coach ist es wichtig, die Welt mit den Augen seines Klienten sehen zu können. Um seine Wahrheiten, Erfahrungen und Überzeugungen verstehen zu können, muss ein Coach in ständiger Interaktion mit ihm bleiben. Während dieser Interaktion muss der Coach sich selbst permanent kontrollieren, seine eigenen Gedanken und Bedürfnisse kritisch überprüfen und die Interessen des Klienten immer hinter die eignen stellen.

Coaching-Methoden

In den letzten Jahren haben sich verschiedene Coaching-Methoden mit unterschiedlichen Ansätzen entwickelt. Einige sehr erfolgreiche Methoden sind inzwischen zu Standards geworden. Drei davon stellen wir Ihnen hier vor:

Lösungsfokussiertes Coaching

Beim lösungsfokussierten Coaching geht es darum, sich in erster Linie auf Lösungen und nicht auf die Probleme zu konzentrieren. Durch die Fokussierung auf positive Aspekte und einen zukunftsorientierten Blick soll eine verbesserte Grundstimmung erreicht werden, die zu mehr Motivation und Erfolg führt.

Transformationelles Coaching

Beim transformellen Coaching geht es darum, die Sichtweise des Klienten auf sich selbst zu verändern. Entscheidungsprozesse werden unter die Lupe genommen, indem tiefliegende Emotionen bewusst gemacht werden. Im nächsten Schritt werden Denkmuster umgestaltet und neue Handlungsweisen erarbeitet.

EQ-Coaching

Bei dieser Methode geht es um emotionale Intelligenz und die Fähigkeit, Stimmungen und Gefühle zu erkennen und zu verstehen. Indem störende Impulse rechtzeitig erkannt werden, können sie umgelenkt und gemanagt werden. Ziel dieser Methode ist es, Gemeinsamkeiten zu finden und Vertrauen aufzubauen.

Es gibt viele weitere Ansätze, um Coaching Kompetenz zu entwickeln. Hier geht es zur Übersicht »Coaching Methoden«

 

Hinweis: Da Coaching kein geschützter Begriff ist, kann sich jeder Hinz und Kunz Coach nennen. Leider gibt es dazu auch sehr viele Coaching-Ausbildungen, welche Wischiwaschi-Coaching-Kompetenzen schulen und oft auch esoterischen Blödsinn vertreiben. Es mangelt auf dem Markt noch an sinnvollem Qualitätsmanagement, am besten angelehnt an die Richtlinien einer Psychotherapie.

Ich habe mitgeholfen, einen Standard für sinnvolle und nachhaltige Bildungs-Angebote zu entwickeln im Rahmen der University for Future. Meine Angebote entsprechen diesen Standards.