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Persona

Das Modell der Persona ist im nutzerzentrierten Design und im Marketing ein fiktionaler Charakter, der beispielhaft für eine typische Nutzer*in steht. Bei der Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen, Marken u.v.m. hilft das Modell der Persona, sich in tieferliegende Bedürfnisse und Wünsche der potenziellen Zielgruppe hineinzuversetzen und sie sich bildlich vorzustellen. Eine detaillierte Persona kann eine Vielzahl an Faktoren und Lebenssituationen erfassen, die das Nutzerverhalten beeinflussen. Im Design Thinking Prozess ist die Persona ein wichtiger Bestandteil bei der Erstellung eines nutzerzentrierten Standpunkts, der ein Problem treffend zusammenfasst und fokussiert.

Nutzen der Persona

Mögliche Bestandteile einer Persona

  • persönliche Infos: Name, Alter, Herkunft
  • Lebensumstände: Beziehungsstatus, Familiensituation, Wohnen
  • Arbeit: Beruf, Umfeld, Umgang mit Kollegen
  • Lebenslauf
  • Persönlichkeit: Werte, Stärken, Schwächen, Ängste
  • zentralte & unerfüllte Bedürfnisse … diese bilden den wichtigsten Bestandteil für die weitere Nutzung der Persona

Wie genau funktioniert die Persona-Methode?

Personas können rein fiktiv sein oder aber auf den realen Bedürfnissen einer Nutzerrecherche (qualitativ oder quantitativ) basieren. Die Eigenschaften und Merkmale der Person werden wie in einem Steckbrief zusammengefasst und sollten facettenreich sein. Hierfür können Name, Alter, Wohnort, Funktion, Hobbys, Vorlieben, Ziele, Wünsche oder Frustrationen aufgelistet werden. Wichtig ist, das spezifische Problem bzw. das Thema im Hinterkopf zu behalten.

Im Design Thinking werden häufig Personas aus möglichen Extremnutzer*innen erstellt, die besonders stark ausgeprägte Bedürfnisse und Eigenschaften haben – denn wenn das Produkt für diese speziellen Charaktere funktioniert, dann kann es auch noch viel mehr Menschen oder Hauptnutzergruppen ansprechen. Wie eine Autor*in Romancharaktere ersinnt, so sollte die Persona akribisch, einfühlsam und fantasievoll erstellt werden, und gleichzeitig immer authentisch bleiben.
Im zweiten Schritt können aus den Personas dann Nutzerbedürfnisse und -frustrationen herauskristallisiert werden. So kann für ein bestimmtes Problem fokussiert werden, welches dann weiter bearbeitet wird.

Persona Beispiel

Für die Verbesserung des Schul-Unterrichts ist beispielsweise die Erstellung von zwei Schüler*innen-Personas möglich, um herauszufinden, welche Bedürfnisse und Wünsche beim Lernen herausstechen. Webseiten-Ersteller können sich die Fragen stellen, was ihre Nutzer auf der Seite suchen und erwarten.

Personas in der Praxis

In unseren Kreativitäts- und Design Thinking Kursen ist die Erstellung von Personas  besonders für die Synthese-Phase von Bedeutung. Zusammen können wir eine konkretere Vorstellung der Zielgruppe und Nutzer*innen generieren. Das verdeutlicht die Problemstellung und macht gleichzeitig Spaß!

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