Übersicht „Kreativitätstechniken“

Osborn-Checkliste

Man beginnt zunächst mit einer Problemdefinition, d.h. man beschreibt das Problem oder auch ein Objekt ausführlich. Danach arbeitet man die sogenannte Osborn-Checkliste ab.

  1. Anders verwenden
  2. Anpassen
  3. Ändern
  4. Vergrößern
  5. Verkleinern
  6. Ersetzen
  7. Umstellen
  8. Umkehren
  9. Kombinieren
  10. Transformieren

Methode 635

–> 3×3 Post-Its

Ideen-Topf

Inspirationskarten

Die Idee hinter dieser Methode ist der Perspektivwechsel. Die Vorgehensweise ist im Grunde nicht eigenständig, sondern dient regelmäßig als Eisbrecher, wenn man bei der Ideenfindung feststeckt. Im Design Thinking gibt es die Brainstorming-Constraints. Sie funktionieren ähnlich.

Es gibt vier Varianten solcher Karten und im Grunde kann man sie weitgehend selbst entwickeln.

  1. Ressourcen: Die Karten beschränken oder steigern verfügbare Ressourcen. Die extremste ist: Du hast alles Geld der Welt, was würdest du damit machen?
  2. Weltveränderer: Physikalische Gesetze werden aufgehoben, gesellschaftliche Normen über Bord geworfen. Wir erfinden ein Stück Science-Fiction.
  3. Rollenkarten: Du bist ein Kind, du hast eine Behinderung, du bist Superman. Was verändert sich durch den Perspektivwechsel?
  4. Nightmare: Welche Veränderung würde die Probleme deiner Zielgruppe drastisch verschlimmern? Wie müsste dein Produkt aussehen, damit es niemand kauft?

Wenn du diese erzwungenen Perspektivwechsel an ein Produkt, einen Markt oder eine Gesellschaft anlegst, ergeben sich häufig ganz neue Fragestellungen. Die taugen natürlich zu weit mehr als für den nächsten Social-Media-Post. Darin versteckt sich auch die nächste Produktinnovation oder gar ein ganzes Geschäftsmodell. Natürlich ist eine Inspiration-Card wie „So viel Geld zur Verfügung, wie man will“ wiederum sehr absurd, vor allem für Menschen, die in einem solchen Workshop einen Realitätsbezug suchen. Mach deutlich, dass die generierten Ideen nur Zwischenstufen auf dem Weg zu umsetzbaren Lösungen sind.

Ein Beispiel: Du startest bei einem Thema oder einer Fragestellung. Bleiben wir bei Mobilität: Wie sieht das Taxi 2025 aus? Die Inspiration-Card, die ihr zieht, lautet „unendlich viel Geld“. Ein Teilnehmer beschreibt, dass er extrem luxuriöse Autos kostenlos anbieten würde. Geht von diesem Extrem zurück in die Realität – dann kommt ihr zu der Frage, wie sich das Gewerbe dann monetarisiert. Und die Antwort darauf ist gar nicht weit hergeholt: durch Werbung. Amazon steuert gerade darauf zu, mit E-Commerce gar kein Geld verdienen zu müssen, weil die Kundenschnittstelle so wichtig ist, dass Marken viel Geld für die Werbeplätze bezahlen.

Aus dieser Erkenntnis heraus könnte man auf die Idee kommen: Wer wären spannende Werbepartner? Und schon ist man im Hier und Jetzt. Die Innenräume der Taxis sind bis auf die Bildschirme in den Kopfstützen werbefrei. Was wäre, wenn man zum Beispiel Haribo oder Nestle „Verkostungsfahrten“ verkaufen würde. Die Fahrgäste dürfen neue Produkte probieren und füllen am Touchscreen einen kleinen Feedback-Fragebogen aus. Das ist dann überhaupt nicht mehr absurd und weit hergeholt.

Anmerkung: Betrachte alle Methoden extrem leicht und spielerisch. Es gibt keine falschen Antworten oder Ergebnisse. Und es ist völlig normal, wenn der Anfang etwas zäh ist. Viele Menschen haben Angst vor dem Wort Kreativität und bauen Druck auf. Auch hier können die Inspiration-Cards helfen, weil man andere Rollen einnimmt und somit unbefangener Ideen äußern kann.

Design Thinking

Yoga Thinking

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