Workshops moderieren: 10 Gebote für erfolgreiche Moderation

Workshops moderieren: Handwerk? Ja. Kunst? Am Ende auch. Braucht es Talent oder viel Übung? Beides.

Ich habe bisher in 8 Ländern über 500 Workshops gegeben: über Marketing, Weltrettung, Kreativität, Trauma-Psychologie, Physik, Unternehmertum, Kommunikation und über Moderation und Workshops selbst.

Hier schreibe ich meine wichtigsten Erkenntnisse herunter.
Möge der Workshop-Flow mit dir sein!

 

Karls 10 Gebote für gute Workshop-Moderation

  1. Schaffe einen Safe Space für die persönlichen Gedanken, Gefühle und Träume der Menschen.
  2. Funktionale Struktur des Workshops: Ziel anvisieren, Erwartungen und Bedürfnisse der TN bilden die Design-Grundlage, weniger ist mehr.
  3. Es wird gelacht. Das einfachste Mittel dafür ist Selbstironie
  4. Schöne Gesprächsführung: klare Arbeitsaufträge, systemische Fragen, aktives Zuhören.
  5. Wenn du entspannt bleibst, können auch deine Teilnehmer entspannt bleiben. Du darfst verletzlich sein. Du musst nicht perfekt sein. Entspann dich und lass dich und die Menschen menschlich sein.
  6. Störungen haben Vorrang: Flexibilität für unvorhergesehene Dynamiken & Erkenntnisse.
  7. Inspiriere deine Teilnehmer! Übe dich im Storytelling.
  8. Bring deine Teilnehmer zum Tanzen (wenn schon nicht körperlich, dann zumindest geistig), dafür:
  9. Utilisiere deine Teilnehmer: greife ihre Kompetenzen auf, das gibt ihnen Wertschätzung und mehr Lebendigkeit in die Runde.
  10. Schöne Räume, schöne Gespräche.

 

3 Kompetenzen für Workshop Moderation

  1. Klares Ziel
    • als Grundlage für die Planung
    • selbst vor Augen halten
    • am Anfang mitteilen und sich bestätigen lassen
    • kann definiert werden über Inhalte, Kompetenzen oder gewünschte Erfahrungen
    • als Ausgangspunkt für Gamification durch Strukturierung des Fortschritts zum Ziel mit Hilfe von Rhythmen und Gamification-Elementen
  2. Sozialform regelmäßig wechseln:
    • Plenum:
      • Input
      • Redeketten (einer spricht und nimmt dann die nächste Person dran)
      • Frontalmoderation vermeiden
    • Kleingruppen:
      • Diaden
      • Triaden
      • Arbeitsphasen in Kleingruppen
    • Kombinationen:
      • Think-Pair-Share
      • Gruppenpuzzle
  3. Moderation heißt Mäßigung mit Hilfe von Kommunikationstechniken wie TTT oder LIMO
    • zu einem Ausgleich von Redeanteilen,
    • zum Einfangen von dominanten Teilnehmenden,
    • zur Aktivierung von introvertierten TN