Unzufriedenheit im Job: Wege in ein schöneres Arbeitsleben

Es entsteht Unzufriedenheit im Job, wenn die Spannungen zwischen der eigenen Persönlichkeit und dem Arbeitsumfeld nicht aufgelöst werden können. Jeder Mensch passt mehr oder weniger gut in seine berufliche Rolle und sein berufliches Umfeld – und wenn die Spannungen nicht aufgelöst werden können, dann entsteht Unzufriedenheit. Und wenn die Bedürfnisse nach Ruhe, Sicherheit, Anerkennung, Erfolg oder Harmonie über längeren Zeitraum hinweg nicht erfüllt werden, können gesundheitliche Probleme die Folge sein.

In diesem Artikel erfährst du

  • konkrete Ursachen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz,
  • sinnvolle Umgangsweisen damit,
  • erste Schritte zu einer positiven Neuausrichtung oder Umorientierung.

Wenn du unzufrieden bist im Job, kann das eine Vielzahl an Gründen haben. Arbeit ist ein hochkomplexes Phänomen, in dem Individuelles und Soziales sich wie in kaum einem anderen Bereich begegnen: zum einen kann Arbeit identitätsstiftend und etwas sehr Persönliches sein oder als sinnlose Plackerei erlebt werden, mit der ich am liebsten gar nichts zu tun hätte. Arbeit ist immer auch bestimmt durch gesellschaftlich-ökonomische Bedingungen. Im Laufe der letzten Jahrhunderte gab es gleich mehrere Revolutionen in der Arbeitswelt: von der Agrar-, zur Industrie-, zur Dienstleistungs- und schließlich zur Informationsgesellschaft.

Unzufriedenheit im Job kann also grob gesagt gesellschaftliche oder individuelle Ursachen haben, in den meisten Fällen jedoch ist das individuelle vom gesellschaftlichen nicht zu trennen. Unzufriedenheit im Job ist zunächst mal etwas völlig normales: fast jede*r zweite Deutsche denkt über einen Wechsel nach.

Unzufrieden im Job? Top 3 Ursachen

  • Bullshit-Jobs: die Arbeit erfüllt nicht wirklich einen Sinn, sondern nur bürokratische oder strukturelle Funktionen
  • Burn-Out: Mitarbeiter sind dauerhaft überfordert (egal, aus welchem Grund) und verbrauchen mehr emotionale Energie als sie entspannen können. Dies kann zum Beispiel durch einen hohen Workload, Konflikte im Team oder ungesunde Kultur entstehen.
  • Bore-Out: Mitarbeiter werden in ihren Kompetenzn nicht gesehen und gefördert und „verkümmern“ in mittelmäßigen Tätigkeiten

Mögliche Anzeichen für Unzufriedenheit im Job

  • Konflikte mit Vorgesetzter oder Vorgesetztem, oft wegen mangelnden Führungs- und Coaching-Kompetenz des Chefs
  • Konflikte und Spannungen unter Kollegen und Kolleginnen
  • kein erfüllender Sinn der Arbeit („Bullshit-Jobs“)
  • Zu geringe Entlohnung
  • Regelmäßiger Ärger
  • Mangel an Anerkennung gegenüber der geleisteten Arbeit
  • mangelnde Unterstützung für die persönliche Weiterentwicklung durch den Arbeitgeber
  • Psychosomatische Beschwerden, wie z.B. häufige Erkrankungen oder Schlafprobleme
  • Gefühle von Leere, Entfremdung oder Hoffnungslosigkeit
  • Das Gefühl, überfordert zu sein und nicht mehr hinterherzukommen
  • Die Erkenntnis von systemischen Problemen in Betrieb und Arbeitswelt
  • Nicht mehr abschalten können, selbst wenn man frei hat
  • Der Eindruck, permanent psychischem Druck ausgesetzt sein
  • Unterforderung und Langeweile
  • Das Gefühl, dass die Arbeit der Menschheit oder dem Planeten mehr schadet als nützt
  • Burn-Out / Bore-Out
  • Innere Kündigung

Ursachen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

Wie kann man Ursachen für Probleme mit dem Job effizient analysieren? Schließlich sind die Ursachen sehr individuell und immer durch eine Vielzahl von komplexen Faktoren bedingt. Am besten eignet sich hierzu das 4-Quadrantenmodell. Dieses Modell funktioniert ganz einfach: menschliche Systeme lassen sich unter den beiden Aspekten Individuell und Kollektiv betrachten und unter den Aspekten Innerlich und Äußerlich. Daraus ergibt sich eine Matrix aus folgenden vier Quadranten.

Mögliche Faktoren, die bei beruflichen Herausforderungen eine Rolle spielen

1. Innen-Individuell: Ich als Persönlichkeit

    • Wertekonflikte
    • Unbewusste Glaubenssätze
    • Mindset und Haltung zu bestimmten Themen
    • Unpassende Kompetenzen für den Anforderungsbereich
    • Unverarbeitete Traumata

2. Außen-Individuell: Du als Mitmensch

    • Zu geringe Entlohnung
    • Zu wenig Anerkennung
    • Kaum Aufstiegsmöglichkeiten
    • Schlechte Behandlung durch Kolleg*innen und Vorgesetzte
    • Zu viele Überstunden

3. Innen-Kollektiv: Wir als Team

    • Spannungen und Konflikte im Team
    • Zu wenig Weiterbildungsmöglichkeiten
    • Kommunikationskanäle sind dysfunktional
    • Schlechte Unternehmenskultur
    • Missmanagement und schlechte Führung
    • Mangelnde Fehlerkultur

4. Außen-Kollektiv: Sie als Organisation

    • Kein gutes Geschäftsmodell
    • Strukturelle Fehler und Lücken im Betrieb / Herumdoktern an Symptomen
    • Fehlende Nachhaltigkeit
    • Keine wirkliche Vision
    • Image und Realität klaffen auseinander
    • Systemische Ungerechtigkeiten in der Organisation

Gesellschaftliche Ursachen für Unzufriedenheit im Job

Innen-Kollektiv: Hoher gesellschaftlicher Druck

Arbeit kommt etymologisch von „Mühsal“ oder „Plage“ her. Durch die jüdisch-christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft verbinden wir Arbeit mit der Vertreibung aus dem Paradies und dem Beackern des Feldes im Schweiße des eigenen Angesichts. In der Antike betrachteten die Adligen Lohnarbeit als eine Form von Sklaverei. In unserem kulturellen Gedächtnis wird Arbeit nach wie vor mit Mühsal und Schwierigkeiten assoziiert.

Hinzu kommt die in den letzten Jahrzehnten viel betriebene und medial inszenierte Abwertung von Hartz-IV-Empfänger*innen als „faul“ und „arbeitsunwillig“. Arbeit ist auch ein Statussymbol. Das merkt man zum Beispiel daran, dass es gesellschaftlich viel mehr anerkannt wird, wenn man sagt, dass man gerade sehr viel zu tun hat, im Vergleich zur Aussage, dass man gerade nichts Besonders tut und nur rumhängt. Arbeit ist als notwendig, wenn man als „nützliches“ Mitglied der Gesellschaft anerkannt sein möchte.

Heutzutage steht in Deutschland kein Chef und keine Chefin mit der Peitsche vor dem Schreibtisch und zwingt uns drakonische Strafen auf, wenn wir Fehler machen. Die sichtbare Autorität, wie es sie früher gab, ist vielmehr in den Hintergrund getreten und viele haben stattdessen den gesellschaftlichen Druck verinnerlicht. Wir haben einen inneren Aufseher, der uns überwacht. Der psychische Druck ist gewachsen und die Tendenz zur Selbstausbeutung stärker geworden.

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Außen-Kollektiv: Bürokratie und kapitalistisches Wirtschaften in zwei Sätzen

Die Arbeit ist Gegenstand zahlreicher philosophischer, psychologischer, soziologischer, ökonomischer und medizinischer Untersuchungen und Theorien. Arbeit wird in Philosophie, Sozialwissenschaften und Volks- und Betriebswirtschaftslehre jeweils unter besonderen Aspekten betrachtet. Auf zwei Aspekte möchte ich dabei kurz eingehen: einmal auf Bürokratie und auf das Modell, mit dem wir unser Wirtschaftssystem häufig beschreiben, den Kapitalismus.

Der bürokratische Apparat

Im deutschsprachigen Raum kann Arbeit nach wie vor sehr unterschiedlich erlebt werden. Während der eine in der Produktion tätig ist, wie im Automobil-Bereich, gründet der nächste ein Start-Up und der nächste wiederum arbeitet im Dienstleistungsbereich, während der letzte das ganze verwaltet. Bürokratie heißt wörtlich „Herrschaft durch Verwaltung“. Verwaltung ist ein notwendiger Bestandteil in allen modernen Nationalstaaten und gewährleistet einen geregelten und fairen Ablauf aller möglichen Prozesse. Gerade der deutsche Staat ist berühmt-berüchtigt für seine ausgeprägte bürokratische Organisation. Zunächst ist das insofern vorteilhaft, dass deutsche Beamte i.d.R. viel weniger anfällig für Korruption und Bestechung sind.

Der Nachteil allerdings besteht darin, dass diese Organisationsform häufig zu Unzufriedenheit führt, und das nicht nur bei denjenigen, die sich etwa mit dem Finanzamt herumschlagen müssen, sondern auch bei den Beamten und Verwaltenden selbst. Das passiert vor allem dann, wenn der Job als sinnlos erlebt wird, und es im Grunde genommen nur darum geht, irgendwelche Vorschriften einzuhalten und durchzusetzen, die aber kaum jemandem wirklich etwas nutzen. Gleichzeitig gilt ein Job als Beamte*r oder im öffentlichen Dienst als extrem sicher und gut bezahlt. Dadurch können Konflikte zwischen inneren Bedürfnissen und äußeren Sicherheiten als besonders belastend empfunden werden.

Konkurrenz und Leistungsdruck durch Kapitalismus

Die Theorie des Kapitalismus besagt, dass wir unsere Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt verkaufen. An diejenigen, die das nötige Kapital, also Geld, Fabriken, Infrastruktur etc. besitzen, um damit Profit zu generieren und diesen Profit zur weiteren Profitmaximierung zu reinvestieren. Der Kapitalismus besteht im Kern darin, Profitsteigerung als Ziel in sich zu betrachten. Dieses Modell des Wirtschaftens hat sich als extrem erfolgreich erwiesen und hat uns als Gesellschaft einen so noch nie dagewesenen Grad an Innovation und Wohlstand beschert. Dieser Wohlstand ist etwas Schönes und etwas, für das wir durchaus dankbar sein können! Selbstverständlich hat der Kapitalismus aber auch seine Schattenseiten.

Diese Schattenseiten bestehen in Ausbeutung und extremer Armut (die der Kapitalismus hierzulande allerdings outgesourct hat in die „dritte Welt“), in ökologischem Raubbau, sowie in regelmäßig wiederkehrenden Krisensituationen. Hierzulande haben wir immerhin noch einen relativ starken Sozialstaat, doch leider kann auch der nicht alle Probleme lösen. Auch die Arbeitenden in unseren reichen Dienstleistungsgesellschaften, sowie der global wachsende Mittelstand, leiden unter dem Kapitalismus, von dem sie zugleich profitieren.

Als Arbeitnehmer verkaufe ich mich auf dem Arbeitsmarkt. Ich muss mich be-werben, um erfolgreich meine Kompetenzen zu vermarkten. Auch wenn ich selbständig bin, muss ich meine Energie in die Vermarktung meiner Produkte investieren. Im Gegenzug bekomme ich Anerkennung und Lohn. Das führt zu Wettbewerb und Konkurrenzdruck, was den enormen Vorteil mit sich bringt, die Performance von Individuen und Unternehmen immer weiter zu verbessern und zu steigern. Das kann aber auch zu Unzufriedenheit im Job führen, zum Beispiel daduch, dass ich mich aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks selbst aufopfere. Am Ende kann dann der Burn-Out stehen. Das ist eine von vielen Möglichkeiten, wie sich der Konkurrenzdruck auswirken kann.

Individuelle Ursachen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

Außen-Individuell: Wunsch nach mehr Erfolg, Anerkennung, Wohlstand und besserer Ausbildung

Menschen heben sich von Tieren dadurch ab, dass sie bewusst handeln können, und nicht einfach nur ihren Instinkten folgen. Wir können uns für einen bestimmten Lebensentwurf entscheiden, der zum Beispiel beinhaltet, dass ich wirklich was in der Welt bewegen möchte. Ich möchte so handeln, dass ich respektiert und anerkannt bin und ein Leben in Wohlstand und Fülle führen kann. So manche Arbeitsplätze werden in diesem Sinne als Dead-End erlebt.

Dead-End-Jobs führen nirgendwo hin, weder auf der Ebene eines positiven Einflusses auf das Weltgeschehen, noch auf der Ebene von Karriere und Entlohnung. Solche Jobs können ebenfalls auf Dauer eine psychische Belatung stellen. Bekannt geworden ist das unter dem Stichwort Bore-Out und Bullshit-Jobs. Gerade Jobs im Dienstleistungs- oder Verwaltungsbereich können mitunter als extrem langweilig und sinnlos erlebt werden.

Nun könnte man fragen, wo denn da das Problem liegt, viele Leute würden sich doch danach sehnen für wenig Arbeit ausreichend Einkommen zu beziehen. Das Problem liegt in der subjektiv erlebten Vergeudung von wertvoller Lebenszeit und -energie. Der Traum eines gelungenen Leben besteht für viele Menschen nicht im bloßen Nichtstun, sondern in der Selbstverwirklichung (durch Arbeit). Was für Energien würden freigesetzt werden, wenn es keine Bullshit-Jobs mehr gäbe? Aus kapitalistischer Sicht könnten vermutlich Milliarden eingepart werden, wenn Mitarbeitende nicht aus lauter Langeweile in Internet und sozialen Medien rumsurfen würden.

1. Lösung: Der Weg des Intrapreneurs

Ok, wenn du unzufrieden bist, gibt es grundsätzlich erst einmal zwei Optionen: dableiben oder weggehen. Ich möchte dir für beide Optionen mögliche Denk- und Lösungsansätze anbieten. Der erste ist der Weg des Intrapreneurs. Was ist ein Intrapreneur? Ein Intrapreneur ist ein Unternehmer innerhalb eines Unternehmens. Oder eine Unternehmerin, natürlich. Das Wort setzt sich zusammen aus dem Entrepreneur, also dem Existenzgründer oder Unternehmer, bloß dass die Vorsilbe „Intra“ noch eine Bedeutung hinzufügt: Ich verlasse das bestehende Unternehmen nicht, sondern versuche, es von innen heraus zu verändern.

Das ist ein Weg, der eine bestimmte Haltung und ein starkes Mindset braucht. Pinchot hat den Intrapreneur in seinem Buch beschrieben und seine 1. Regel lautet:

  1. Komme jeden Tag mit der Bereitschaft zur Arbeit, gefeuert zu werden.

Auf dem Weg des Intrapreneurs wird also wirklich was riskiert.

Hier der gesamte Kodex der Intrapreneure [1]:

  1. Komme jeden Tag mit der Bereitschaft zur Arbeit, gefeuert zu werden.
  2. Umgehe alle Anordnungen, die deinen Traum stoppen können.
  3. Unternimm alles, um Dein Projekt fortzuführen, ganz gleich was in Deiner Stellenbeschreibung steht.
  4. Suche Dir Mitarbeiter, die Dich unterstützen.
  5. Folge bei der Auswahl von Mitarbeitern Deiner Intuition und arbeite nur mit den besten zusammen.
  6. Arbeite solange es geht im Untergrund – frühzeitige Publizität könnte das Immunsystem der Firma wecken.
  7. Setze nie auf ein Rennen, bei dem Du nicht mitläufst.
  8. Um Verzeihung zu bitten ist leichter als um Erlaubnis zu bitten.
  9. Bleibe Deinen Zielen treu, aber sei realistisch im Hinblick auf die Möglichkeiten, diese zu erreichen.
  10. Halte Deine Sponsoren in Ehren.

make-a-difference-welt-verändern-gestaltenDu siehst also, Unzufriedenheit im Unternehmen kann auch solche mutigen, innovativen Wege eröffnen. Natürlich ist das eine bewusste Entscheidung, die sehr viel Mut erfordert. Aber wenn man klein anfangen möchte, dann stelle dir nur eine einzige Frage: Wenn du eine Sache im Unternehmen verändern könntest, welche wäre das?

Innen-Individuell: Selbstverwirklichung und der Traum vom perfekten Job

Vielleicht kann es auch sein, dass du innere Werte und Vorstellungen hast, die nicht (mehr) mit deinem aktuellen Arbeitsalltag zusammenpassen. Insofern kann Unzufriedenheit ein Signal sein, sich einmal mehr Zeit für sich und die eigene Persönlichkeitsentwicklung zu nehmen. Einmal nach innen zu schauen, und einmal abzugleichen, ob Inneres & Äußeres, Selbst & Umfeld überhaupt noch zusammenpassen. Vielleicht hast du also einfach noch nicht das Richtige gefunden.

Persönlichkeitsentwicklung ist eine niemals abgeschlossene Sache und doch ist es eine Reise, die anzutreten sich lohnt. Gerade in heutigen Zeiten brauchen wir Arbeitskräfte, die in verschiedenen Bereichen hohe Kompetenzen aufweisen. Auch bekannt ist diese Vorstellung unter dem Stichwort „21st-Century-Skills“. Wir haben uns mit dieser Webseite zum Ziel geetzt, diese Skills zu promoten und zu fördern. Und wir fangen hier und jetzt damit an: Mit dem Ikigai.

Mehr zum Thema Persönlichkeitsentwicklung

2. Lösung: Dein Ikigai oder der ideale Arbeitsplatz

Sein Ikigai hat man gefunden, wenn man das macht, was man liebt, worin man gut ist, was die Welt wirklich braucht und wofür du bezahlt werden kannst.

Viele von uns tragen das innere Ideal eines perfekten Arbeitsplatzes in uns, in dem ich anerkannt, ausreichend entlohnt und produktiv tätig sein kann: am besten in einem Beruf, der dazu beiträgt, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen und der mir Spaß und Freude macht. Das beste Modell zum eigenen Berufsideal ist Ikigai, denn es vereint die verschiedenen Bereiche, die mein Job ausmachen sollte, damit ich wirklich zufrieden bin.

Der Weg zum idealen Arbeitsplatz ist komplex und langwierig: aber alles beginnt immer mit dem ersten Schritt. Wenn du dich nach einer beruflichen Weiterentwicklung oder Neuorientierung sehnst, kann es hilfreich sein, erst einmal zu evaluieren, wo man überhaupt hinmöchte.

Hier kannst du mehr zum Thema Ikigai erfahren

Erste Schritte der Neuausrichtung: Finde deine wahre Berufung

Hier kannst du gleich loslegen: Drucke dir folgende Grafik aus oder male sie ab. Dann gehst du in ein Brainstorming und überlegst einfach mal

  1. Welche Tätigkeiten du liebst.
  2. Was deine Stärken sind.
  3. Was die Welt von dir braucht.
  4. Wofür du bezahlt werden kannst.

In der Grafik sind das die vier weißen Felder.

IKIGAI - Template - Arbeitsblatt - Vorlage - meine persönliche Mission & Vision finden

Dann schlägst du eine Brücke von dem, was du liebst zu deinen Stärken, also deinem persönlichen Flow. Welche Überschneidungen gibt es? Welche spontanen Ideen kommen dir? Notiere dir das! Auf der anderen Seite verfährst du mit genauso mit dem, was die Welt von dir gebrauchen und wofür du bezahlt werden kannst. Welche Überschneidungen gibt es hier? Mach dir auch hier Notizen! Dann hast du deine Berufung.

Zuletzt schlägst du eine Brücke von deinem Flow zu deiner Berufung und fasst kurz zusammen, worin der Sinn deines idealen Arbeitsplatzes liegt. Das ist dein persönlicher Purpose. Versuche, es in einen Satz und möglichst wenig Worte zu quetschen. Experimentiere ein wenig. Und mach dir bitte keine Sorgen, falls dir beim ersten Mal nicht so viel einfällt, mit seinem Ikigai kann man ein Leben lang arbeiten.

Wenn du dir einen noch tiefgründigeren Zugang zu Themen wie Ikigai und Selbstfindung wünschst, schau  dir unseren Online-Kurs „Creative Self“ mal näher an!

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Noch mehr Lösungen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

 

Weitere Quellen

[1] Gifford Pinchot – Intrapreneuring: Why You Don’t Have to Leave the Corporation to Become an Entrepreneur


Modulare Ausbildung: Systemisches Coaching

In einer strukturierten Online-Ausbildung lernst du alles, was du als Systemischer Coach wissen musst. Von Methoden, Fragetechniken, rechtlichen Rahmenbedinungen, Interventionstechniken, psychologischen Ansätzen und dem wissenschaftlichen Fundament ist alles dabei. Nach Abschluss erhältst du ein Zertifikat.

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