Systemisches Weltbild

Ein Systemisches Weltbild bietet dir Orientierung im menschlichen Leben, indem es dir Prinzipien und Modelle an die Hand gibt, um die Welt und dich selbst zu verstehen – und gleichzeitig die wahnsinnige Komplexität des Menschen, unseres Nervensystems und der naturwissenschaftlichen Realität nur soweit vereinfacht und herunterbricht, wie es der Wahrheit und Logik nicht schadet.

Das Systemische Weltbild ist alltagstaugliche Wahrhaftigkeit: eine Aufnahme von Komplexität in verdaulichen Formen.

Grundlagen des Systemischen Weltbilds

  • Systemtheorie: Verständnis von Menschen und der Gesellschaft als komplexe Systeme (… zum Übersichtsartikel)
    • Ebenen menschlicher Systeme: Bedürfnisse, Emotionen, Gedanken, Körpersignale
    • Stabilität des Menschen (vor allem emotional)
    • Thermodynamik als Inspirationsquelle, z.B. für psychische Entropie
  • Informationstheorie: Reizverarbeitungs-Schema des Menschen
  • Spannungen zur Beschreibung von Problemen, Konflikten, Herausforderungen
  • Menschliche Veränderungsprozesse, gestaltet durch Therapie, Coaching, Hypnose, Heldenreisen
  • Wissenschaftliche Grundlagen der Biologie, Ökologie, Psychologie, Ökonomie, Soziologie.
  • Methoden für Kommunikation, Analyse und menschliche Veränderung, um durch die Komplexität zu navigieren.
    Hieraus ergeben sich die Grundlagen für Systemisches Coaching, mehr dazu unten.

Systemisches Weltbild: Top 5 Modelle und Methoden

Wissenschaftliche Grundlagen für ein systemisches Weltbild

In der Theorie kann sich ein systemisches Weltbild berufen auf Statistik, die Theorie komplexer Systeme, Thermodynamik und die Biologie von Ökosystemen sowie jegliche makroskopische Betrachtung menschlichen Verhaltens. Die Komplexitätstheorie als Disziplin der theoretischen Informatik, Hand in Hand mit Informationstheorie bieten einen abstrakten Blick auf menschliches Verhalten und Kommunikation.

Die Evolutionsbiologie und Anthropologie erklären und belegen die Entwicklung des menschlichen Organismus, der Gesellschaft und Kultur als evolutionären Prozess (Anpassung und Veränderung durch Variation und Selektion) in stetiger Wechselwirkung mit der Natur, anderen Tieren und als soziales Phänomen, wodurch jeder Mensch starken sozialen Kräften unterworfen ist (mehr dazu unter Gruppendynamik).

Empirische Indizien für die Relevanz eines systemischen Weltbilds zeigen zum Beispiel

  • die Hattie-Studie, die zeigt, dass viele Meta-Prozesse ausschlaggebende Faktoren für Lernerfolg beim Menschen im Gegensatz zu kategorischen Fragen wie „Klassengröße“, Lernformat oder Lernmethoden [1].
  • die Harvard Grant Study, die zeigt, dass Zustandsvariablen wie „Beziehungswärme“ ausschlaggebend sind für Erfolg im Leben [2].
  • systemische Psychotherapie, welche viele Belege liefert für ein ganzheitliches Betrachten der sozialen Kräfte, die auf das Individuum wirken [3].

Menschen als komplexe Systeme

Auch wenn wir es im Alltag manchmal nicht so sehen – du & ich und alle deine Freunde sind biologische Organismen mit einem sehr ausgefeilten Nervensystem, welches aus Milliarden von Nervenzellen besteht, welche sehr intensiv miteinander verknüpft.  Dieses Nervensystem sorgt für Intelligenz, Kommunikation, Anpassung, subjektives Erleben [4]. Aus einer Wissenschaftliche Perspektive sind wir damit komplexe menschliche Systeme.

Poetisch betrachtet: Durch viele Supernovae entstanden die Elemente, aus denen wir bestehen. Aus Atomen formen sich Moleküle und aus den größeren Molekülen konnten sich im Laufe der Evolution zu den Organismen formen, die wir heute sind. Wir sind dabei stets in der Gruppe entstanden – wir Menschen sind also stets Teil einer Gruppe, eines Stamms, einer Gesellschaft, eines größeren menschlichen Systems.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Eigenschaften komplexer Systeme, angewandt auf den Menschen.

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… zum Artikel über die Eigenschaften des komplexen menschlichen Systems

Stabilität im komplexen System Mensch

Betrachten wir den Menschen mit Hilfe des Konzepts dynamischer Systeme und der Charakterisierung von Gleichgewichtszuständen. Gleichgewichtszustände lassen sich grob einteilen in folgende Szenarien:

  • stabilDas System kehrt nach einer Störung wieder in seinen Ausgangszustand zurück. Systemisches Weltbild
  • labilDas System geht bei der kleinsten Störung in einen anderen Zustand über.
  • metastabil: Das System geht nach einer ausreichend großen Störung in einen stabileren Gleichgewichtszustand über. Bei zwei Gleichgewichtszuständen spricht man auch von bistabil.

Prozess der Integration: Destabilisierung und Re-Stabilisierung

  1. Homöostase (H): Der menschliche Organismus im Zustand entspannten Gleichgewichts.
  2. Störung der Homöostase: Eine emotionale, geistige oder soziale Spannung stört die Homöostase und äußert sich in einem konkreten Reiz (R).
  3. Der Organismus reagiert auf die Spannung. Im einfachsten Fall steckt er die Störung leicht weg. Dann geht es direkt weiter. Es kann aber auch sein, dass der Organismus stark destabilisiert wird. Dafür gibt es zwei Szenarien:
    1. Ist R stärker als seine Verarbeitungskapazität, dann reagiert der Organismus instinktiv mit Stress in Form von Fight (Fi), Flight (Fl) oder Freeze (Fr).
    2. Kommt zur Überforderung aus (b.) eine zusätzliche Störung hinzu, ist der Reiz überwältigend oder gibt es wiederholte Einwirkungen, kann der Organismus traumatisiert werden.
  4. Orientierung und Bewegung (OB) sorgen für Selbstwirksamkeit (sw) und erlauben damit eine neue Stabilisierung.
  5. Integration: In dem Gefühl von Selbstwirksamkeit lernt der Organimus auf derartige Reize in Zukunft adäquater zu reagieren. Durch Sensitivierung reagiert der Organismus in Zukunft feiner. Ggf. müssen weitere Ressourcen aufgebaut werden. Dadurch wird letztlich die Spannung in das System des Organismus integriert.
  6. Erweiterte Homöostase (H+). Der Organismus kann sich entspannen in einem neuen Gleichgewicht, diesmal reicher an Erfahrung und psychologischen Ressourcen als zum Ausgangszeitpunkt.

zur ausführlichen Erklärung dieses Prozesses und seiner großen Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung / Individuation. Mit diesem Schema, eine naturwissenschaftliche Betrachtung der Heldenreise, kann die phasenweise Entwicklung von Menschen erklärt werden, wie es z.B. bei Spiral Dynamics dargestellt ist.

Systemisches Weltbild: Informationstheorie am Menschen

Reizverarbeitung im System Mensch

Das folgende Schaubild zeigt die Prozess-Schritte zwischen einem äußeren Reiz und einer Reaktion.
Je nachdem wieviel Kapazität und wieviele Ressourcen der menschliche Organismus für die Verarbeitung hat, kann sich

  1. eine bewusste Intention formen oder
  2. der innere Zustand forciert eine instinktive reflexartige Reaktion (Autopilot).

mensch-entropie-psychologie-kreativität-energie

 

Spiral Dynamics als Landkarte des systemischen Weltbilds

Spiral Dynamics ist ein Modell über die Evolution des menschlichen Bewusstseins. Diese Evolution zeigt sich insbesondere auf 3 Ebenen:

Spiral-Dynamics

  • Politik / Gesellschaft, z.B. in der Politik und der Wechselwirkung zwischen den politischen Parteien
  • Individuation / psychologische Entwicklung: auf der individuellen Ebene im Verhalten, Denken, Fühlen und in den relevanten Bedürfnissen
  • Organisationsentwicklung: in Unternehmen und Organisationen, in den Organisationsstrukturen, im Führungsverhalten und in der alltäglichen Arbeitskultur.

Das Spiral Dynamics Modell vergleicht die dominanten Werte und Geisteshaltungen (Mindsets), in denen sich Menschen und Gruppen befinden. Spiral Dynamics beruft sich hierbei vor allem auf die Erkenntnisse der Geschichte und der Psychologie (insbesondere der Entwicklungspsychologie) [5].

Die acht Ebenen von Spiral Dynamics bestehen jeweils aus einem Set von Denkweisen, Verhaltensregeln und kommunikativen Patterns, die sich in der Menschheitsgeschichte in Kontexten entwickelt haben. Seit der Menschwerdung haben sich bis heute viele Organisations- und Bewusstseinsformen herausgebildet.

Schauen wir uns an, was das Spiral Dynamics Modell uns als Landkarte für die menschliche Entwicklung zu sagen hat:

Was sind die acht Ebenen von Spiral Dynamics?

FarbeZentrale Themen, Prinzipien und Werte
BeigeÜberleben: Fight, Flight oder Freeze. Essen, Schlafen, Trieben folgen.
PurpurStamm gibt Sicherheit & Stabilität. Rituale, Mythen und Magie schaffen Geborgenheit in einer rauen Umwelt.
RotEgo dominiert und befreit sich. Der Wille strebt nach Macht und Stärke.
BlauRegeln, Pflichten, Strafen ergeben eine hierarchische Ordnung. Wenn du darin funktionierst, bekommst du Sicherheit, Gerechtigkeit und Lob.
OrangeEffektivität, Erfolg und Anerkennung. Flexibilität, Wissen. Marketing, Branding, Business Development.
GrünGemeinschaft & Gleichberechtigung, Liebe, Harmonie, Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit.
GelbSelbstorganisation in intelligenten Systemen. Potenzialentfaltung, Sinn, Kreativität, komplexe Systeme.
TürkisGanzheitlichkeit, globales Bewusstsein, Transzendenz

Spiral Dynamics aus Sicht der Informationstheorie

Aus Sicht der Informationstheorie beschreibt Spiral Dynamics als Stufen-Modell die Zunahme von der Fähigkeit, Komplexität und komplexe Informationen aus dem Umfeld zu verarbeiten – wobei mit steigender Stufe die Komplexitäts-Fähigkeit menschlicher Systeme zunimmt, d.h. die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten und sich zu stabilisieren.

Mensch - energie - entropie - zustand - kreativität

Mit jeder Ebene entsteht ein neues, feineres und mächtigeres Muster der Informationsverarbeitung. Die stabilen und dominanten Werte darin sind die Regeln und Heuristiken, um effizienter auf der jeweiligen Stufe Informationen zu verarbeiten, das eigene System zu organisieren und dabei stabil zu bleiben.

Nach dem obigen Schema der Reizverarbeitung baut das menschliche System mit jeder Stufe neue, wertvolle Ressourcen auf, um bewusster die Reize zu verarbeiten, die inneren Prozesse wahrzunehmen und sich sinnvoll zu verhalten.

Die Übergänge zur nächsten Ebene entstehen dann, wenn einerseits die Werte automatisiert werden konnten, genug Ressourcen aufgebaut wurden für die Stabilisierung und dennoch eine Störung / Konfrontation mit der komplexeren Realität geschieht, die dazu verleitet, neue effektive und effiziente Heuristiken zu lernen, um mehr Komplexität zu verarbeiten und damit einen stabileren Zustand einzunehmen.

Anleitung zum „Aufstieg“ in Spiral Dynamics mit Hilfe der Informationstheorie

Das Ziel der psychologischen Weiterentwicklung kann für ein menschliches System S auf folgende Art und Weise herbeigeführt werden:

  1. S übt eine für S sichere Interaktion mit der Umwelt aus, indem es bestimmte Umweltreize verarbeitet (z.B. Aufsagen von 3 wahrgenommen Gegenständen um sich herum)
  2. Die Komplexität der Interaktion wird erhöht (z.B. Zusammenfassen von Wahrnehmungen, Veränderung der Umwelt, Setzen von Zielen für die Veränderung der Umwelt, Kooperation mit anderen Personen, Wettkampf mit anderen Personen…)
  3. Die Komplexität der Interaktion wird solange erhöht, bis S an seine Schwelle zur Überforderung stößt.
  4. trainiert die Reizverarbeitung an dieser Schwelle und baut weitere Ressourcen auf, um diese Interaktion in Zukunft besser verarbeiten zu können, bis die Interaktion stabil verläuft.

Durch diese Schritte hat S seine Reizverarbeitungskapazität erhöht und eine neue Verhaltensweise mit der Umwelt gelernt. Der Zyklus kann von vorn beginnen.

Ist S z.B. auf der Stufe „Rot“ in Spiral Dynamics und hat die Wirkung seines Willens auf die Umwelt erprobt, wird S wahrscheinlich irgendwann an eine Akzeptanz-Grenze in seiner Umwelt stoßen und dadurch Reize erfahren, welche S einschränken und überfordern können (Abwehr, Strafen) – sodass S verleitet ist, neue Verhaltensweisen zu erlernen für eine sichere Interaktion mit regelbasierten menschlichen Systemen.

Vier Quadranten: Innen-Außen, individuell – kollektiv

Individuell innen: Mindset, Glaubenssätze, Haltung, Vision, Träume, Kompetenzen, Werte, innere Orten & Welten, Persönlichkeit, seelische Landschaft, Visionspyramide

Individuell außen: Gewohnheiten, Personal Brand, Lebenslauf, Auftreten, Image, Symbole, Sprache & Sprachmuster

Kollektiv außen: Organisationsstrukturen, Gesellschaftssystem, sichtbare Marketing-Strategien, Community, Positionierung im Markt, Netzwerk, strategische Ausrichtung der Organisation, Produkte & Services, Prozesse, Kommunikationsstrukuren, Beziehungen

Kollektiv innen: Vision, Kultur, Werte, Atmosphäre, User Experience, geteilte innere Bilder, Religion, das kollektive Unbewusste, Gruppendynamik

Systemisches Weltbild: Kompetenzen für „System Heroes“

Die bisher genannten Modelle und Theorien mögen inspirierend sein, wenn sie dich nicht überfordern. Doch es geht in dieser ganzheitlichen Interpretation des Menschseins nicht darum, noch schlauer zu sein, sondern weiser, authentischer und lebendiger darin. Die wesentliche Herausforderung bei der Realisierung eines Systemischen Weltbilds besteht darin, die Prinzipien, Methoden und Modelle im Alltag zu realisieren und mit ihnen im eigenen Leben zu bestehen.

Welche Kompetenzen brauchen wir dafür?

Lerne mit uns, ein Systemisches Weltbild in deinem Leben und Arbeiten zu kultivieren und die dafür wichtigen Kompetenzen zu meistern: dafür geben wir Online-Kurse und Workshops.

Design Thinking als Software zur Ausübung eines systemischen Weltbilds

Design Thinking = Prozess für strukturierte Kreativität + Mindset für Agilität und Ko-Kreativität. Damit bietet Design Thinking eine sehr hilfreiche Grundübung zur Realisierung eines systemischen Weltbilds. Gemäß der Unterteilung des Design Thinking Prozesses in Problem- und Lösungsraum wird Raum geschaffen zum Verständnis eines Problems und dessen systemischer Zusammenhänge, als auch für die neugierige Ausleuchtung von Lösungsmöglichkeiten. Design Thinking ist dabei explizit als Team-Prozess angelegt, wodurch Multiperspektivität moderiert wird.

Design Thinking als iterativer Prozess - Beratung - Organisationsentwicklung - Business-Development

Als iterativer Prozess kann mit Design Thinking die Komplexität nach und nach erschlossen werden für die Anwender, wodurch die Gefahr der Überforderung reduziert wird. Der Wechsel aus analytischen, kreativen und reflektiven Phasen ermöglicht eine Weiterentwicklung angelehnt an empirische wissenschaftliche Methodik.

Systemisches Weltbild: Nutzen für unser Leben und die Arbeit mit Menschen

Welchen Nutzen bringt ein Weltbild? Es gibt uns Orientierung, um die wesentlichen und herausfordernden Fragen unseres Lebens einordnen und beantworten zu können, vor allem durch:

  • Adäquates Verständnis vom menschlichen Verhalten, Fühlen, Denken sowie von Spannungen und Absurditäten,
    und durch ein gutes Verständnis Sicherheit, Orientierung und Klarheit.
  • Navigation mit dem Systemischen Weltbild durch Ableitung von Prinzipien für
    • Weise Entscheidungen
    • Kommunikation
    • Selbstorganisation
    • Führung

Verständnis und Navigation helfen uns, für unser eigenes Leben gute Entscheidungen zu treffen und anderen Menschen zu helfen. Hier kann ich nun endlich eine Brücke bauen zum Systemischen Coaching. Während die allgemeine Realität systemischen Coachings kritisch zu betrachten ist und ich die wahrgenommenen Praktiken und Prinzipien in Wald- und Wiesen Coaching-Ausbildungen als Bullshit ansehe aus kritischer wissenschaftlicher Perspektive, möchte ich im Folgenden ein paar Prinzipien ableiten, die sich sowohl deduktiv aus den obigen Modellen als auch aus meiner praktischen Erfahrung als wahr und sinnvoll anzusehen sind.

Prinzipien Systemisches Coaching

…abgeleitet aus den obigen Ansätzen einer System-Perspektive auf Menschen als biologische und soziale Organismen:

  • Selbstorganisation: das Ziel von Systemischen Coaching ist die Unterstützung von Selbstorganisation beim Coachee.
    • Der obige Prozess der Spannungs-Integration und Restabilisierung beschreibt einen allgemeinen Vorgang der stabilen Selbstorganisation angesichts von Konflikten, Störungen und inneren Herausforderungen.
    • Die Stabilisierung zu führt u.a. zu den verschiedenen Spiral Dynamics Ebenen, welche sich als stabile Zustände im Dialog zwischen Individuum und Gemeinschaft erben.
    • Alle Interventionen im systemischen Coaching dienen dem Ziel der Selbstorganisation und damit auch die dafür eingesetzten Methoden und Fragetechniken.
  • Multiperspektivität: Es gibt viele Blickwinkel auf ein Thema durch die verschiedenen Personen, Rollen und zeitlichen Entwicklungen.
    • Auch die inneren Anteile können als verschiedene Perspektiven innerhalb einer Person verstanden werden, so auch insbesondere…
    • … Bedürfnisse, Emotionen, Werte, Glaubenssätze, rationale oder unbewusste Anteile.
    • Perspektiven können sowohl helfen, das Problem klarer zu verstehen, als auch für neue Lösungsmöglichkeiten.
    • Neben sozialen und psychologischen Perspektiven können auch verschiedene zeitliche Perspektiven eingenommen werden, zum Beispiel aus der Kindheit (Regression) als auch aus der Zukunft (Progression).
    • Meta-Ebenen, Sinneskanäle (VAKOG), Emotionen und Widerstände können neue Perspektiven eröffnen.
  • Reframing: Probleme und Herausforderungen können je nach Perspektive in einem anderen Licht betrachtet werden, zum Beispiel auch als Einladung zur persönlichen Weiterentwicklung.
  • Transzendenz: Im größeren System erscheint ein Symptom oder Problem in einem klareren Licht. Es ergeben sich neue Erklärungen und Lösungsmöglichkeiten.
  • Utilisation: die Selbstorganisation und Stabilisierung wird ermöglicht durch die Aktvierung und den Aufbau von Ressourcen. Spannungen und Konflikte dienen als Ausgangspunkt für Veränderung. Auch Widerstände können utilisiert werden.
  • Beziehungsqualität als Ressource, Ziel und Moderationsmedium des Coachings-Prozesses.

Aus diesen Prinzipien ergeben sich folgende bewährte Systemische Coaching Methoden.

Top 5 Systemische Coaching Methoden

 

Quellen, Verweise und Belege:

[1] Hattie, John (2009): Visible Learning. A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement. London.

[2] George E. Vaillant: Triumphs of Experience: The Men of the Harvard Grant Study. Cambridge, Massachusetts: Belknap Press of Harvard University Press, 2012.

[3] Bundespsychotherapeutenkammer, 24. April 2013: Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung

[4] https://karlhosang.de/kreativitaet-im-gehirn/

[5] Clare Graves, Levels of Existence: An Open System Theory of Values. In: Journal of Humanistic Psychology, November 1970

[6] T. Asay, M. Lambert: Empirische Argumente für die allen Therapien gemeinsamen Faktoren: Quantitative Ergebnisse. In: M. Hubble, B. Duncan, S. Miller (Hrsg.): So wirkt Psychotherapie. Empirische Ergebnisse und praktische Folgerungen. Verlag modernes Leben, Dortmund 2001, S. 41–81.

[7] Bellanca, J. & Brandt, R. (2010) (Eds.). 21st Century Skills: Rethinking How Students Learn. Bloomington, IN: Solution Tree.