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18 Wege zur Erleuchtung

Was ist Erleuchtung?

Erleuchtung bezieht sich auf das heller und wacher werden des Geistes und der Seele, sodass die Wahrnehmung, die Konzentration, die Aufmerksamkeit auf das Sein an sich, auf das Dasein im Hier und Jetzt klar und präsent ist. So hell, klar und präsent, dass sich die Wahrnehmung der Präsenz und Lebendigkeit anfühlt wie eine Erleuchtung des Seins und des Geistes. Dieses erleuchtete Sein ist ungetrübt von emotionalen & kognitiven Verzerrungen.

Alle großen Religionen beschreiben mystische Erfahrungen und Erkenntnisse durch Erleuchtungen, vom Christentum über das „Einssein mit Gott“ im Islam, bis hin natürlich zum Buddhismus. Buddhas Weg zur Erleuchtung ist darin ein zentrales Thema und letztlich der Sinn des Lebens. Im Buddhismus werden wir Menschen solange nach dem Tod wiedergeboren, bis wir vollständiges Erwachen erreicht haben. Diese Idee wird auch in der eher christlichen Geschichte „The Egg“ von Andy Weir prosaisch verarbeitet und fand Eingang in Nietzsches ewige Wiederkehr.

Was bedeutet Erleuchtung? Begriffliche Schwierigkeit

Die hohen Funktionen des Bewusstseins lassen sich sehr schwer definieren. Das Phänomen „Bewusstsein“ selbst ist schwerlich exakt zu beschreiben, genauso wenig Kreativität, Liebe, Präsenz, Geist, Seele… Nichtsdestotrotz haben diese Begriffe einen hohen Wert für unser persönliches Erleben und jeder Mensch findet intuitiv einen Zugang dazu. Über Jahrtausende weitergegebene Weisheiten in Religionen und Mythen zeugen davon, dass Menschen Orientierung suchen in metaphysischen Phänomenen. Sprichwörter wie „sich etwas von der Seele reden“ bieten von Generation zu Generation, über Jahrhunderte hinweg eine intuitive Sprache für bedeutsame psychologische Prozesse.

Wissenschaft vs. Weisheit

Es ist wohl schlicht so, dass die Naturwissenschaft des Geistes noch nicht fortgeschritten genug ist, um diese für unser Leben bedeutsamen, sehr komplexen Phänomene gut beschreiben zu können. Denn Wissenschaft ist ein sehr langsamer Prozess und die Kognitionswissenschaft hat erst seit 1970 so richtig begonnen, u.a. durch bildgebende Verfahren wie EEG und MRT. Und um die großen Datenmengen aus Messungen von Gehirnprozessen gut auswerten zu können, brauchte es erst einmal die Analysepower von parallel computing mit Supercomputern, was erst seit den 2010er-Jahren serienmäßig möglich ist. Nach und nach können seitdem einzelne neuronale Korrelate des Bewusstseins sinnvoll mit Gehirnprozessen erklärt werden, wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Tagträumen … Doch sind noch lange nicht alle Puzzleteile beisammen, um die makroskopischen Phänomene des menschlichen Seelenlebens zu erklären.

Dazu kommt natürlich auch, dass Naturwissenschaft tendenziell zu reduktionistischem Denken verleitet, weswegen die Idee einer Seele oder von spiritueller Entwicklung bisweilen gänzlich dekonstruiert wird.

Nichtsdestotrotz ist es für das persönliche Erleben und die Erkenntnis über das eigene Dasein allemal lohnenswert, sich mit der Idee von Erleuchtung und Bewusstseinsentwicklung zu beschäftigen, um die Lebensqualität zu erhöhen und Sinn und Geborgenheit als menschliches Lebewesen zu erfahren.

Wie werde ich erleuchtet? Präsenz ist das Grundprinzip für alle Wege zur Erleuchtung 

Das Grundprinzip für den Weg zur Erleuchtung ist: Kultiviere deinen Geist auf dein Sein im Hier und Jetzt. Das bedeutet viel Übung, sowie auch die Integration von unangenehmen psychologischen Prozessen. Dies ist am Anfang ganz und gar nicht leicht, da die Aufmerksamkeit oft zu allen möglichen Prozessen und Reizen ausweicht.

Womöglich ist es nicht nur nicht leicht, sondern oft auch unangenehm: denn womöglich fallen dir dabei alle möglichen unangenehmen Gefühle, Körpersignale und Gedanken auf. Die enstehen allerdings nicht durch die Meditation, sondern werden nur noch bewusster, wenn andere Reize aus der Außenwelt ausgeblendet sind. Gerade seelische Verletzungen, Traumata, können so unangenehm sein, dass viele Menschen sich lieber mit allen verfügbaren Ablenkungen betäuben als diese unangenehmen Gefühle zu spüren. Es entsteht womöglich ein kompliziertes Wechselspiel aus unangenehmen Wahrnehmungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Dies ist einer der Gründe, warum der Weg zur Erleuchtung alles andere als leicht und naheliegend ist.

Hier sind einige Beispiel-Zugänge zum Weg zur Erleuchtung durch das Erwachen in der gegenwärtigen Realität.

18 Wege zur Erleuchtung*

  1. Meditation durch Fokus auf die Atmung und Körpersignale, um darüber Präsenz im lebendigen Sein im Körper und im Atmen zu erlangen.
  2. Richte Achtsamkeit auf deine Umgebung und nimm sie ganz bewusst mit allen Sinnen wahr.
  3. Achtung, geschummelt! Abkürzung durch Hypnose: lass dich in Trance versetzen. Und in dieser Trance kannst du eins werden mit dem Sein und für eine begrenzte Zeit alle unnötigen Reize ausblenden, die dich vom Einssein mit dem Hier und Jetzt abhalten.
    Da Hypnose nur ein temporärer, forcierter Zustand ist, kann dies aber nur einen kurzen Einblick bieten in die Idee der Erleuchtung. Nach der Trance werden dich mit großer Wahrscheinlichkeit deine Gewohnheiten wieder einholen. Einen ähnlichen, vorübergehenden, geschummelten Einblick bieten wohl psychedelische Drogen.
  4. Etwas langsamere, aber weniger geschummelte Abkürzung durch Autogenes Training und Selbsthypnose – bei intensiver Anwendung lernt der Anwender zumindest selbst, sich in die Trance des Einswerdens zu versetzen, so wie nach einer intensiven Meditation. Aber auch dies ist nur ein temporärer Einblick, der oft abgekoppelt ist vom Alltagsbewusstsein.
  5. Lerne, aus jeder Situation zu lernen, sodass du daraus Weisheit für das bewusste Sein gewinnen kannst.
  6. Nutze & trainiere deine Kreativität, um in allen Herausforderungen des Lebens Chancen für Wachstum & Gestaltung zu finden, die dir letztlich auch helfen können, kognitive & seelische Ressourcen aufzubauen, um bewusst im Hier und Jetzt anzukommen.
  7. Wenn du eher eine methodischer, rationaler Mensch bist, probiere es mit der Design Thinking Erleuchtung: Fokussiere deine Aufmerksamkeit abwechselnd auf das Mitgefühl zu dir selbst und anderen Lebewesen. Und dann lasse deine Kreativität neue Wege, einen neuen Anfangsgeist für dein Tun & Handeln erschaffen.
  8. Biografien erleuchteter Menschen studieren und sich davon inspirieren lassen, ein präsentes, waches Leben zu führen.
  9. Spiral Dynamics bietet eine Landkarte für die menschliche Bewusstseinsentwicklung… demnäch müssen wir wahrscheinlich erst die 8 Stufen der Entwicklung durchgehen, ehe wir ernsthaft in die Nähe erleuchteter Gefilde gelangen können.
  10. Selbstcoaching, um sich durch persönliche Herausforderungen zu arbeiten, die das bewusste Sein verhindern.
  11. Kultiviere Selbstliebe, um auch die Schatten in dir akzeptieren und integrieren zu können.
  12. Nutze das Leid, um darin aufzuwachen (siehe: Trauma & persönliche Entwicklung)
  13. Transformiere deine innere Entropie in Erkenntnis, vor allem durch Kreativität.
  14. Kultiviere Dankbarkeit für… letztlich für alles, Gesundheit, Chancen, Mitmenschen… aber vor allem für das Leben und Bewusstsein selbst.
  15. Mitgefühl mit allen Lebewesen, um sich der Natur des eigenen Lebens bewusst zu werden.
  16. Die Astronomie-Erleuchtung. Mach dir durch das Studium der Natur und des Universums die Grundlage deiner Existenz klar: Du bestehst aus Sternenstaub, aus atomarer Materie, die aus vielen Supernovae in das Universum geschleudert wurde und sich u.a. im Materieklumpen angesammelt hat, auf dem wir Leben. Auf diesem kosmisch winzigen Steinchen namens Erde sind über die Evolution des Lebens große Säugetiere wie du und ich entstanden.
    Aber auch große Säugetiere wie du und ich bestehen hauptsächlich aus gebundener Energie in Atomen, die sich zu großen Molekülen zusammschließen. Wir sind letztlich große Moleküle, die mit ihrer Umgebung Stoffwechsel betreiben. Du bist ein Lebewesen wie viele andere, ein biologischer Organismus, ein Säugetier, ein Homo Sapiens… aber aus den gleichen Elementarteilchen wie jedes andere Ding im Universum.
  17. Inzentiviere deine meditative & spirituelle Praxis durch Gamification.
  18. Schreibe einen Artikel über Erleuchtung und deine eigenen Wege und Zugänge zur Präsenz, Achtsamkeit und das Vergegenwärtigen der Realität! Und dann schreibe mir eine kurze Nachricht, sodass die Wege sich verbinden können! *

*Natürlich geht sich der Weg zur Erleuchtung leichter mit etwas Humor und einem Körnchen Salz. Und so schreibt es sich auch leichter.

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